Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Maikammer, Neustadt und Niederkirchen in Aufstiegsrunde

Lukas Neu
Lukas Neu

Mit dem TuS Maikammer, VfL Neustadt und TuS Niederkirchen nehmen nach der Winterpause drei Mannschaften aus der Region in der Aufstiegsrunde Nord/West der Fußball-B-Klasse Rhein-Mittelhaardt als Favoriten den Spielbetrieb wieder auf. Zu den Teams, welche die Meisterschaft unter sich ausmachen sollten, gehört außerdem noch der TuS Wachenheim. Die TSG Deidesheim II, die SG Mußbach und die SG Neidenfels/Lambrecht dürften wegen zu vieler Punktverluste in der Hauptrunde keine große Rolle spielen. Die Trainer Igor Keller (Maikammer), Lukas Neu (VfL Neustadt) und Sven Ohlinger (Niederkirchen) erzählen von Schönheitsfehlern und Winterneuzugängen.

Wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf dieser Saison zufrieden?
Keller:Für uns ist die Hauptrunde fast optimal verlaufen. Von unseren 14 Spielen haben wir 13 gewonnen. Unsere 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Neustadt war nur ein Schönheitsfehler. Wir sind so gut drauf, dass die Winterpause für uns sogar ungelegen gekommen ist.

Neu: Unter Berücksichtigung des im vergangenen Sommer späten Wechsels von mir und vielen Spielern von der SG Mußbach zum VfL Neustadt sind wir alle mit der Punkteausbeute zufrieden.

Ohlinger: Mit Ausnahme des letzten Spieltags, an dem wir mit 1:4 in Wachenheim verloren, bin ich mit der Anzahl der Punkte, die wir in der Hauptrunde verbucht haben, zufrieden. Vor allem, weil ich die Aufstellung regelmäßig verletzungsbedingt ändern und viel improvisieren musste. Die Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt aufgesteckt.

Was spricht dafür, dass sich Ihre Mannschaft in der Aufstiegsrunde durchsetzt?
Keller: Das ist ganz klar die Qualität unseres Kaders. Wir haben bewiesen, dass wir nicht nur gut kicken, sondern auch kämpfen und laufen können. Deshalb freuen wir uns auch auf die Aufstiegsrunde.

Neu: Wir werden im Gegensatz zum Saisonbeginn in diesem Winter eine vernünftige Vorbereitungszeit haben. Dadurch werden wir in der Aufstiegsrunde stärker als bisher sein.

Ohlinger: Für uns spricht, dass wir nach mehreren enttäuschenden Jahren mit großer Stärke zurückgekommen sind. Nach zwei Saisonabbrüchen mussten wir zweimal schmerzlich hinnehmen, dass unsere Arbeit nicht mit einem Aufstieg belohnt worden ist. Die Mannschaft ist deshalb gierig, gibt immer Gas und hätte sich die Meisterschaft auch verdient.

Wäre es ein großer Rückschlag, wenn der Aufstieg verpasst wird?
Keller: Nein, der Verein hat uns weder Vorgaben gemacht, noch setzt er uns unter Druck. Wir machen uns nur selbst positiven Druck, weil wir unbedingt aufsteigen möchten. Für uns gilt deshalb das Motto: Wir müssen nichts, aber wir wollen viel.

Neu: Es wäre für uns kein großer Rückschlag. Die Mannschaft wird unabhängig von der zukünftigen Klassenzugehörigkeit zusammenbleiben. Das ist das Wichtigste, um den Neuaufbau weitergestalten zu können.

Ohlinger: Ein erneuter Nichtaufstieg wäre aus welchem Grund auch immer eine Enttäuschung. Daran verschwenden wir weder Gedanken noch Kräfte. Es liegt alleine in unseren Händen, das Maximum zu erreichen.

Sind in der Winterpause personelle Verstärkungen geplant?
Keller: Wir planen nicht, weitere Spieler zu verpflichten, da unser Kader individuell und als Mannschaft gut genug ist. Bei Bedarf helfen uns Spieler unserer auch sehr stark besetzten AH-Mannschaft aus.

Neu: Diesbezüglich ist nichts geplant.

Ohlinger: Wir versuchen auf jeden Fall, noch etwas zu machen. Unser Sportlicher Leiter Ernst Hartmann macht da einen hervorragenden Job.

Glauben Sie, dass diese Runde zu Ende gespielt wird?
Keller: Das steht in den Sternen. Wir hoffen natürlich, dass die Saison sportlich beendet wird. Falls die Infektionszahlen aber im Januar oder Februar explodieren sollten und sich der Verband dafür entscheidet, auch diese Saison wieder abzubrechen, kommt von mir keine Kritik. Denn eine solche Entscheidung wollte ich auch nicht treffen. Ich sage zu diesem Thema bereits seit zwei Jahren, dass die Gesundheit vorgeht.

Neu: Ich gehe davon aus, dass diese Runde zu Ende gespielt wird. Der Verband hat diesmal besser geplant und Lösungen für einen reibungslosen Saisonverlauf gefunden.

Ohlinger: Wir hoffen es, denn der gemeinsame Erfolg auf dem Platz ist das Schönste, was man als Mannschaft erreichen kann. Ausschließen kann man einen erneuten Abbruch aber mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen rund um Virusvarianten und eventuelle Impfdurchbrüche aber leider nicht. Sämtliche Coronamaßnahmen müssen auf jeden Fall kostentechnisch und auch logistisch für die Vereine tragbar und umsetzbar sein. Da habe ich bei manchen möglichen Szenarien Zweifel.

Interview: Thomas Dill-Korter

Sven Ohlinger
Sven Ohlinger
Igor Keller
Igor Keller
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