Deidesheim
Fußball: Haßlocher Max Lieberknecht fördert Junioren der TSG Deidesheim
Die TSG Deidesheim startete als Tabellenführer in die Aufstiegsrunde der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt, verbuchte aber in der Vorrunde nur einen Punkt. Sie ist vor dem Rückrundenspiel gegen den FV Berghausen am Sonntag, 15 Uhr, gewaltig unter Druck. Die Jugendabteilung der TSG arbeitet derweil daran, ihre Angebote für den Nachwuchs zu verbessern. Hierzu gehört ein Fördertraining, das der aus Haßloch stammende Max Lieberknecht (24), Oberligaspieler der TSG Pfeddersheim, in Deidesheim leitet.
Beschäftigt man sich mit Lieberknechts sportlicher Vita, verwundert es, dass er ausgerechnet den Deidesheimer Trainerstab ergänzt. Gespielt hat er dort nämlich noch nie. Mit Fußball fing der heute 24-Jährige beim 1. FC 08 Haßloch an, dessen Trikot sowohl sein Vater Frank als auch seine beiden Onkel Jürgen und Torsten Lieberknecht, der Trainer des Zweitligisten SV Darmstadt 98, getragen haben. Die weiteren Stationen hießen 1. FC Kaiserslautern, TuS Maikammer, FSV Offenbach, FC Speyer, TuS Mechtersheim und FC Astoria Walldorf, bevor er sich im August der TSG Pfeddersheim anschloss.
Im selben Freundeskreis
„Max gehört wie ich mit mehreren TSG-Spielern einem Freundeskreis an. Natürlich unterhalten wir uns oft über Fußball. Da er auch schon lange als Trainer tätig ist, hat sich das ergeben“, erzählt C-Junioren-Trainer Joshua Simon. Lieberknecht leite zweimal pro Monat ein Fördertraining für die Deidesheimer A- bis D-Junioren. „Wir wählen von diesen Mannschaften die jeweils vier besten Spieler aus, um diese besonders zu fördern. Bei der Auswahl spielen aber nicht nur sportliche Gesichtspunkte eine Rolle. Max trainiert zunächst eine Stunde mit den C- und D-Junioren, anschließend mit den A- und B-Junioren“, sagt Simon. Am Mittwochabend habe er das dritte Training abgehalten.
Obwohl Lieberknecht als Oberligaspieler noch selbst sehr gefordert ist, ist er schon lange als Trainer im Einsatz. „Nachdem ich 2017 vom FSV Offenbach zum FC Speyer 09 gewechselt war, übernahm ich dort die U14-Junioren. Danach begann ich im Fußballkreis Rhein-Mittelhaardt als DFB-Stützpunkttrainer“, blickt er auf seine Anfänge als Übungsleiter zurück. Wichtig sei ihm von Anfang an, sich selbst weiterzuqualifizieren. „Im Frühjahr 2019 erwarb ich die DFB-Jugend-Elitelizenz, die erforderlich ist, um an einem Stützpunkt als Trainer tätig sein zu können“, sagt er.
Stützpunkttrainer in Kandel
Vorübergehend musste Lieberknecht jedoch seinen Trainerjob ruhen lassen. „2019 wechselte ich vom TuS Mechtersheim zum FC Astoria Walldorf. Mein Vertrag mit dem badischen Regionalligisten ließ das nicht zu“, erzählt er. Nach dem Wechsel zur TSG Pfeddersheim konnte er wieder als Trainer arbeiten. „Ich habe ein Angebot des Fußballkreises Südpfalz angenommen, an dessen Stützpunkt in Kandel Auswahlmannschaften zu betreuen. Die Tätigkeit passt dazu hervorragend“, berichtet er. Letzteres verfolgt auch Max Lieberknechts Vater Frank, der ihn an seiner ersten Station beim 1. FC 08 Haßloch trainiert hatte und sich nun das Fördertraining des Sohnes in Deidesheim ansieht. „Mal sehen, ob er an meine erfolgreiche Trainerkarriere anknüpfen kann“, sagt der frühere Coach des 1. FFC Niederkirchen, VfB Haßloch und SV Weisenheim am Sand mit einem Augenzwinkern. Frank Lieberknecht sah jedenfalls ein modernes Training, in dem die Spieler auf einem Kleinfeld mit Minitoren aktiv waren und ständig Ballkontakt hatten.
An einen Trainerjob im Aktivenbereich denkt Max Lieberknecht noch nicht: „Ich fühle mich bei den Junioren sehr wohl. Deshalb ist es für mich kein Thema, in einer aktiven Mannschaft als Spielertrainer tätig zu sein.“
TSG unter Druck
Lieberknechts für die Erste Deidesheimer Mannschaft zuständiger Trainerkollege Danko Boskovic darf sich in der Rückrunde der Aufstiegsrunde bei jeweils vier Zählern Rückstand zum Führungsduo FV Dudenhofen II/SV Altdorf-Böbingen keinen Punktverlust mehr erlauben, wenn die TSG das Saisonziel Aufstieg noch erreichen soll. Im Hinspiel bei Gegner FV Berghausen erreichte sie beim 0:0 den bisher einzigen Punkt der Vorrunde. Am 18. Mai treffen beide Mannschaften im Endspiel um den Kreispokal Rhein-Mittelhaardt übrigens erneut aufeinander.
Termine
Landesliga, Abstiegsrunde: VfL Fontana Finthen - SV Geinsheim;
Bezirksliga, Aufstiegsrunde: VfB Haßloch - FG Mutterstadt; Bezirksliga, Abstiegsrunde: Ludwigshafener SC - 1- FC 08 Haßloch;
A-Klasse, Aufstiegsrunde: TSG Deidesheim - FV Berghausen; A-Klasse, Abstiegsrunde: TuS Diedesfeld - FSV Schifferstadt II. Alle Spiele Sonntag, 15 Uhr.