Neustadt Frisches Wasser für „Moby Dick“

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Pünktlich mit dem Beginn kühlerer Witterung schließen am Sonntag das Freibad in Hambach sowie das Stadionbad. Das Stadionbad wird dann umgerüstet auf Winterbetrieb mit schützender Kunststoffhülle.

Für den Umbau werden laut Joachim Seif, Verantwortlicher bei den Stadtwerken für die Schwimmbäder, mindestens drei Wochen benötigt. „Alle Teile wie Startblöcke, Leitern und Anzeigetafeln werden abgebaut. Danach werden Planen ausgelegt und befestigt, damit das Gebläse als Stütze der Halle in Betrieb genommen werden kann“, erklärt Seif. Die Ruhephase zwischen Sommer- und Winterbetrieb wird außerdem dazu genutzt, Fliesen und Dehnfugen zu reparieren und weitere Wartungsarbeiten an Technik und Gebäude durchzuführen. „Diese sind nur bei geschlossenem Bad möglich“, betont Seif. Nach Ablassen des Wassers und Desinfektion des Beckens wird frisches Wasser eingefüllt, gechlort sowie beheizt. Erst wenn die Wasserprobe im Labor ausgewertet und ohne Befund ist, kann laut Seif der neue Badebetrieb beginnen. Für die Wasserballer des SCN Neustadt gibt es in diesem Jahr eine besondere Vereinbarung, wie Wasserball-Manager Michael Heinz auf Anfrage mitteilt. „Wir erhalten den Schlüssel für das Bad in Hambach. Dort wird das Hauptschwimmbecken weiterhin beheizt und die Wasserqualität kontrolliert. Weil aber keine Badeaufsicht mehr da ist, kann dann kein öffentlicher Schwimmbetrieb stattfinden“, erklärt Heinz. Er betont, der Verein sei den Verantwortlichen bei Stadtwerken, Stadtverwaltung und Förderverein dankbar, denn zum ersten Mal seit 15 Jahren stehe der Bundesligamannschaft ein Bad während der Aufbauphase des Moby Dick zur Verfügung. Ob diese Regelung auch zukünftig gelten könne, hänge von den Heizkosten ab. Der SCN trage nun die Kosten für die Reinigung der Duschen und der Toiletten. Die Wasserballer machten dabei auch die Trainingseinheiten nicht von der Witterung abhängig. Heinz: „Das sind harte Kerle, trainiert wird jetzt bei jedem Wetter.“ Jürgen Abel, Vorsitzender des Fördervereins Mußbacher Schwimmbad, sagt zur abgelaufen Saison: „Die Besucherzahlen sind nicht mit dem Vorjahr zu vergleichen. 2014 war unterirdisch schlecht, da hatten wir mit 24.000 Badegästen rund 12.000 Besucher weniger.“ Umso besser sei es in diesem Jahr gewesen, mit Abstand das beste Ergebnis seit 15 Jahren. Das Mußbacher Schwimmbad ist bereits seit Samstag geschlossen. „Am Erlebnistag wären wir komplett abgehängt und nicht zu erreichen gewesen. Außerdem haben wir die vom Stadtrat bewilligte Zeit von 100 Öffnungstagen erreicht“, so Abel. Eine Öffnung während der letzten Ferienwoche wäre zudem wegen der hohen Heizkosten nicht sinnvoll gewesen. Abel: „Wir müssten täglich 1300 Euro an Einnahmen (ohne Dauerkarteninhaber) erzielen, um die Heizkosten auszugleichen, die nun während der kühleren Nächte anfallen. Wenn das Wasser nur noch 23 Grad hat, kommt kein Mensch mehr. “ Die Einnahmen aus den Schwimmbädern der Ortsteile Hambach, Mußbach und Duttweiler gehen komplett an die Stadtwerke. Die Badeaufsichten und Schwimmmeister werden laut Joachim Seif über die Stadtwerke bezahlt und Fördervereinen sowie Stadtverwaltung in Rechnung gestellt. „Das Gleiche gilt auch für die Betreuung der Technik“, so Seif. (kle)

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