Neustadt Frischer Wind im Festzelt

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Obwohl sie gerade mit großem Andrang in ihrem Festzelt auf dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt beschäftigt ist, nimmt sich Ilona Böhm Zeit für das Gespräch mit der RHEINPFALZ: Sie ist die neue Zeltbetreiberin für das Andechser Bier- und Straßenfest in Haßloch vom 26. bis 28. September. Es ist somit auch ihr Festzelt, in dem bereits am Donnerstag, 25. September, die neue Bierfestkönigin gekrönt wird.

Bereits drei Andechser Bierfeste in Haßloch hat die Mannheimerin bislang besucht, und sie sagt, dass es ihr Wunsch gewesen sei, „auch hier mein großes Festzelt aufstellen zu dürfen“. Dem für Veranstaltungen zuständigen Sachbearbeiter der Gemeinde, Gunther Metz, sei sie sehr dankbar, dass dieser Wunsch nun in Erfüllung gehe. 20 Jahre lang hat Böhm bereits bei der ehemaligen Zeltbetreiberin Inge Hamel gearbeitet: „Der Generationenwechsel zu mir und meinem Mann Christian hat vor drei Jahren geklappt. Nun sind wir unsere eigenen Chefs“, erzählt sie begeistert. „Ich als Mannheimerin fühle mich auch in der Pfalz, insbesondere in Haßloch, wohl“, betont Ilona Böhm, warum es sie ins Großdorf zog. Ihre Begeisterung für diesen neuen „Arbeits-Platz“ ist nicht zu übersehen: „Am kommenden Samstag fangen wir um 14 Uhr mit dem Aufbau an, direkt nach dem Wochenmarkt“, berichtet sie voller Tatendrang. 900 Quadratmeter groß ist das Zelt, in dem dann in den darauffolgenden Tagen rund 130 Bierzeltgarnituren gestellt werden, an denen wiederum 1200 Besucher Platz finden. Ganz nach Ilona Böhms Geschmack fällt auch die zünftige Dekoration im Zelt aus: ein weißer Himmel, vor dem dem blaue Bänder schweben, dem Anlass entsprechend. Eine Besonderheit sind dabei laut der Wirtin die Holzboxen am Rande des Zeltes, die – wie auch Sitzplätze im mittleren Zelt – ab acht Personen angemietet werden können und laut Böhm den en auf dem Oktoberfest ähneln. Um die Atmosphäre im Zelt gemütlicher zu gestalten, lasse sie Holzfußboden auslegen, meint Böhm außerdem. Im Zelt befinden sich zwei Ausschanktheken, Kühlzellen und eine Kücheneinrichtung, in der Weißwürsten, Haxen, halbe Hähnchen und Vesperplatten frisch zubereitet werden. Dazu reichen die 15 Bedienungen den schmackhaften Gerstensaft vom Heiligen Berg des Kloster Andechs. 80 Hektoliter helles Bier wurden schon geordert, dazu dunkles Bier sowie Weizenbier vom Fass. Für passionierte Weinliebhaber steht aber auch Wein vom Winzerverein Meckenheim auf der Getränkekarte. Neben dem Zelt lädt ein 200 Quadratmeter großer Biergarten mit großen Sonnenschirmen zum Verweilen ein. „Spannend wird der Donnerstag, 25. September, da um 20 Uhr die Wahl der neuen Bierfestkönigin startet“, sagt Böhm, „und eine Stunde vorher lassen wir die Besucher schon ins Zelt.“ Freitag, 26. September, ist dann der offizielle Auftakt. Samstags wird um 10 Uhr geöffnet, dann servieren die Bedienungen in bayerischer Tracht Weißwurst zu Klängen der Kapelle „Firma Holunder“. Sonntags öffnet das Zelt aus Rücksicht auf die Kirchgänger erst um 11 Uhr. Eine weitere Neuheit hat sich die Zeltbetreiberin ausgedacht. Auf den Tischen liegen Teilnahmekarten mit Fragen nach den Wünschen und Vorschlägen der Besucher, und am Andechser-Sonntag ab 18 Uhr wird es dann bei der Verlosung spannend: Der erste Preis ist eine Cabriofahrt, der zweite eine Drei-Monats-Freikarte für zwei Personen für den Badepark, der dritte ein Essen in in einem Gasthof – alles von Haßlocher Geschäftsleuten gestiftet. Für die Mitglieder der Blaskapelle „Frieding“ aus Starnberg gibt es ebenfalls eine Neuheit: Sie treffen sich zum Frühstück mit Böhm und ihrem Mitarbeiterstab im Zelt. Eine Nachtwache schützt dieses während der Ruhephase.

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