Neustadt Friedhofstraße wieder frei

Nach einem knappen Jahr Bauzeit können die Anwohner nun wieder die Friedhofstraße in Maikammer nutzen.
Nach einem knappen Jahr Bauzeit können die Anwohner nun wieder die Friedhofstraße in Maikammer nutzen.

Diejenigen, die im unteren Teil der Friedhofstraße in Maikammer wohnen, waren fast alle dabei, als Ortsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) die Straße kürzlich für den Verkehr freigegeben hat. Das Straßenstück war seit Juli 2017 komplett neu ausgebaut worden. Insgesamt wurden rund 480.000 Euro ausgegeben. Davon zahlen die Verbandsgemeindewerke rund 260.000 Euro für den Austausch des Kanals und der Wasserleitungen.

Von den rund 220.000 Euro für die Erneuerung der Straße übernimmt die Gemeinde 40 Prozent, die Anlieger müssen 60 Prozent zahlen. „Wenn die Leute Geld haben für die Sanierung ihrer Häuser, kann die Beitragszahlung nicht so schlimm sein“, sagte Schäfer angesichts dessen, dass mehrere Hausbesitzer die Bauarbeiten zum Anlass genommen haben, ihre Häuser zu verschönern. Sowohl der Kanal wie die Straße waren in einem schlechten Zustand. Der obere Teil der Friedhofstraße war schon vor einigen Jahren ausgebaut worden. 2016 hatten die Mitglieder des Gemeinderats die Sanierung der unteren Friedhofstraße beschlossen. Im Juli 2017 begannen die Bauarbeiten. Die haben etwas länger gedauert als gedacht, unter anderem deshalb, weil im Boden einige alte, nicht mehr genutzte Leitungen und Kanäle gefunden wurden. Schäfer lobte die Baufirma Gerst, die teils auch an den Wochenenden gearbeitet habe, und das Planungsbüro Teambau. Der 150 Meter lange Hauptkanal wurde im Inliner-Verfahren erneuert. Dabei wird ein in Kunstharz getränkter Schlauch in einen alten Kanal gelegt und mit heißer Luft aufgeblasen. Durch die Hitze verhärtet sich das Harz, ein „Ersatzkanal“ entsteht. Für den Austausch von 26 Hausanschlüssen wurden Baugruben ausgehoben. Erneuert wurden auch die 150 Meter lange Wasserhauptleitung sowie 21 Hausanschlüsse für Wasser. Die 150 Meter lange und sieben Meter breite Straße, in der es keine ausgewiesenen Gehwege gibt, wurde gepflastert und in der Mitte eine 150 Meter lange Pflasterrinne angelegt. Acht Straßeneinläufe wurden installiert. Die Mehrheit der Anlieger hatte sich für diese Art des Ausbaus ausgesprochen. Hergerichtet wurde außerdem der Parkplatz in der Straße. Das Ergebnis des Ausbaus „kann sich sehen lassen“, lobte Schäfer. Zur Verkehrsfreigabe überreichte er den Anwohnern ein Schild, das an das Straßenschild angebracht werden soll. Auf diesem wird daran erinnert, dass die Friedhofstraße früher Hintergasse hieß, ein Name, den mancher Anwohner gerne wieder gehabt hätte. Der Club Sellemols zeigte eine kleine Ausstellung mit Fotos der Straße aus früheren Zeiten.

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