Neustadt Franz Josef Ratter zieht sich zurück
DEIDESHEIM. Franz Josef Ratter, Initiator und zuletzt Vorsitzender des Vereins „Freundeskreis ehemalige Synagoge Deidesheim“, hat seinen Rücktritt als Vorsitzender bei der nächsten Mitgliederversammlung am 11. April angekündigt. Zugleich hat auch Jürgen Kriegeskotte, bisher Schriftführer und Pressewart, in der Einladung an die Mitglieder seinen Verzicht auf eine weitere Tätigkeit erklärt.
Auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigt Ratter diesen Entschluss, will sich jedoch zur Sache nicht äußern. Seine Entscheidung erfolge aus persönlichen Gründen, betont der langjährige „Motor“ des Vereins, welchen er 1994 mit anderen Mitstreitern aus der Taufe gehoben hat. 1992 hatte die Stadt Deidesheim die Synagoge gekauft, nachdem Interessierte darum gebeten hatten. Das Gebäude steht bereits seit 1987 unter Denkmalschutz. Offensichtlich gab es zwischen Ratter und Teilen der Mitglieder des Vereins unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Ausrichtung des Vereins und dessen Aktivitäten. Dabei ist es kein Geheimnis, dass Ratter immer wieder für eine Öffnung der ehemalige Synagoge plädiert und dies mit einer Reihe von Veranstaltungen gefördert hat. Dazu zählte auch die Öko-Wein-Convent 2015: Die Probe war zwar im Hof des Weingutes Dietz-Matti, aber die Vortragsveranstaltungen wurden in der ehemaligen Synagoge abgehalten. Mit dem Rücktritt Ratters wird es die Veranstaltung künftig nicht mehr geben. „Das war ein Versuch, aber die Resonanz war nicht so, dass wir dies unbedingt jährlich fortführen müssen“, sagt Ratter. Dass der Öko-Wein-Convent mit der Verleihung des Biowein-Preises nicht so angenommen worden sei, sei nicht der Grund für seinen Rücktritt, betont Ratter. (wij)