Neustadt Fluchttreppe für Schule noch 2014

Die Grundschule in Haardt wird noch in diesem Jahr mit einer Flucht- und Rettungstreppe ausgestattet. Ortsvorsteher Richard Racs hofft, dass die dafür notwendigen Durchbrüche in den Klassenzimmer bereits in den Sommerferien gemacht werden. Eine Zusage gebe es aber nicht.
Bei der Treppe selbst seien noch Abstimmungen mit den Vertretern des Denkmalschutzes nötig, sagte Racs am Dienstag im Ortsbeirat. Die Fluchttreppe ist aus Brandschutzgründen notwendig und kostet etwa 100.000 Euro, die im Haushalt der Stadt eingeplant sind. Noch unklar ist, in welcher Form künftig der Verein, der die „betreuende Grundschule“ organisiert, unterstützt wird. Ein Problem, das nicht nur Haardt betrifft, sondern etwa zehn Grundschulen in der Stadt. Wie berichtet, fühlen die Vereine sich mit ihren Aufgaben überfordert, da sie für die Betreuer Arbeitgeber sind und somit einen erheblichen Verwaltungsaufwand haben. Racs will das Problem entweder mit einer Planstelle in der Stadtverwaltung lösen oder mit Hilfe eines Dachverbandes. Dieser könnte mit hauptamtlichen Kräften die Verwaltungsaufgaben der betreuenden Grundschulen übernehmen, schlug Racs im Ortsbeirat vor. Auf Nachfrage machte er gestern aber deutlich, dass diese Vorschläge bislang noch nicht besprochen sind. Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer erklärte in der RHEINPFALZ-Sommerredaktion, er habe nach ersten Gesprächen den Eindruck, den Betroffenen vor Ort käme eine dezentrale Lösung eher entgegen. Die Kosten dafür müsse die Stadt übernehmen. Zurzeit seien die Vereine damit beschäftigt, ihren Arbeits- und Zeitaufwand zu dokumentieren. Bis zum Ende der Ferien solle alles vorliegen, so Röthlingshöfer. Für die Schaffung eines Dorfmittelpunktes in Haardt sollen nach dem Willen des Ortsbeirats Planungsmittel im Haushalt der Stadt bereitgestellt werden. Der Ortsbeirat will damit für alle Fälle gewappnet ein, obwohl das Projekt zurzeit in der Schwebe ist. Zunächst muss nämlich abgewartet werden, wie es mit der ehemaligen Fachklinik weitergeht. Wie berichtet, hat die Firma Müller Bau eine Kaufoption für das Gebäude, die Stadt hat aber eine Bauvoranfrage mit Verweis auf den Bebauungsplan abgelehnt. Kaufinteresse hat aber auch eine eigens gegründete Genossenschaft, die in dem Gebäude unter anderem ein Dorfzentrum einrichten willen. Ob Müller Bau zum Zug kommt, ist offen, zurzeit klagt die Firma gegen den abschlägigen Bescheid der Stadt. Ein Thema, das der Ortsbeirat demnächst angehen will, ist die Verbesserung der Angebote für Jugendliche. Es soll einen Ideen-Workshop geben, zudem die Jugendlichen eingeladen werden sollen. Roger Klohr (CDU) hat dazu eine leicht zu realisierende Idee: „Nicht gleich meckern, wenn die Musik mal ein bisschen lauter ist.“ (kkr)