Neustadt Flipper und Oberbürgermeister

Preisträger: die besonders gewürdigten Absolventen des Leibniz-Gymnasiums – und im Hintergrund das (Nicht-)Abi-Motto.
Preisträger: die besonders gewürdigten Absolventen des Leibniz-Gymnasiums – und im Hintergrund das (Nicht-)Abi-Motto.

87 Absolventen des Leibniz-Gymnasiums feierten am Donnerstagabend im Saalbau ihren Schulabschluss. Für Schulleiter Rudolf Eyckmann war es eine Premiere, dass er die Zeugnisse und Ehrungen diesmal während der festlichen Schülerfeier im Saalbau übergeben konnte.

In den Vorjahren wurde der offizielle Abschluss jeweils an einem Vormittag in der Aula des Leibniz-Gymnasiums vollzogen. Diesmal hatten die Schüler ausdrücklich um eine gemeinsame Feier gebeten. Die Schüler gestalteten einen unterhaltsamen Abend, durch das Programm führten Sebastian Schäfer und Joshua Dinies. Beim Einzug in den Saal wurden alle Abiturienten namentlich genannt. Alle Prüflinge erhielten das Zeugnis der „Hochschulreife“, davon 21 Absolventen mit einer „Eins“ vor dem Komma. Dabei ließ es sich Oberbürgermeister Marc Weigel nicht nehmen, obwohl er nicht mehr als Lehrer im Amt ist, die Abschlusszeugnisse „seinem“ Stammkurs Deutsch persönlich zu überreichen. Weigel hatte die Prüfungsaufgaben im Herbst noch selbst konzipiert, die Korrekturen übernahmen dann seine Kollegen. Schulleiter Eyckmann erklärte in seiner Ansprache, er habe bei den Schülern eine gewisse Sehnsucht nach der verlorenen Kindheit entdeckt, das habe sich zum Beispiel bei der Mottowoche gezeigt. Die Schüler wüssten jetzt: Es heißt Schule ade, Kindheit ade. Doch Eyckmann erinnerte nicht nur an die Kindheit der Absolventen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, sondern auch an die der Eltern, die mit Fernsehserien wie „Fury“ und „Flipper“ aufgewachsen seien. Und der Schulleiter demonstrierte, dass er selbst zu den „Flipper“-Fans gehörte, in dem er die ersten Takte der Titelmelodie zur Freude des Publikums intonierte. Philipp Leidner und Niklas Kaul gestanden in ihrer Abschiedsrede, dass sich tatsächlich bei den Schülern eine gewisse Melancholie eingeschlichen habe. Zu ihren Erinnerungen gehörte auch eine Klassenfahrt in der neunten Klasse unter Aufsicht des heutigen Oberbürgermeisters Weigel. Die beiden Sprecher erläuterten auch das Abi-Motto „Error 2018 – No Abimotto found“. Denn es habe unter den Abiturienten 87 Meinungen, aber eigentlich keine Einigung gegeben. Kritische Anmerkungen gab es über bauliche Mängel am „Leibniz“, wie die nicht benutzbare Turnhalle oder die Toilettensituation. Ein besonderer Dank der Schüler ging an ihre Familien und an Oberstufenleiter Markus Zech, der den Absolventen immer ein vertrauensvoller Ansprechpartner gewesen sei.

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