Neustadt Flüchtlinge: Stadt hat Interesse an. Pension Wascher
Neustadt hat Interesse daran, die ehemalige Pension Wascher in Mußbach zu kaufen und als Asylbewerberunterkunft zu nutzen. Das hat Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer gestern auf Anfrage erklärt. Wie am Freitag berichtet, steht im Dezember die Zwangsversteigerung des Anwesens an.
„Wir wollen uns an dem Verfahren beteiligen, wie das ausgeht, ist nicht zu sagen“, so Röthlingshöfer. Seinen Angaben zufolge Leben aktuell rund 480 Asylbewerber in Neustadt. Dabei sei die Anzahl an Flüchtlingen aus sicheren Herkunftsländern stark rückläufig. Auch würden immer weniger Junge, Alleinstehende Männer zugewiesen, stattdessen vor allem Familien. Dass bislang nicht so viele Menschen in Neustadt untergebracht werden müssen, wie angesichts der Flüchtlingsströme zu erwarten, macht der Bürgermeister daran fest, dass das Land die Erstaufnahmeeinrichtungen massiv ausbaue. Trotzdem werde die Stadt alle Pläne zur Unterbringung so zügig wie möglich umsetzen. Der Zustrom werde nicht abreißen, so der Bürgermeister, er verzögere sich allerhöchstens bis zum Frühjahr. Wie berichtet, hat erst Mitte Oktober das GDA-Wohnstift 40 Apartments an die Stadt vermietet. Wohnmobile stehen zwischenzeitlich in Lachen-Speyerdorf, ein Gästehaus in Hambach wird umgebaut, Gebäude von Bund und Land werden eingerichtet. Hinzu kommen das Heim auf der Haardt, die Container im Naulott oder die für 2016 an der Landwehrstraße geplante Gemeinschaftsunterkunft. (ahb)