Neustadt
Fit im Alltag: Eine Übung für die Rumpfmuskulatur
Dreimal pro Woche für jeweils eine halbe Stunde leitet Bianca Stief die zwölf- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen in einem Athletiktraining an. Mal vor, mal nach dem Training im Wasser. Denn eine gut ausgebildete Rumpfmuskulatur sei wichtig, „damit ein Schwimmer zum Beispiel beim Kraulen nicht im Wasser schlängelt“, erklärt die Trainerin, die seit vier Jahren im SC Neustadt im Einsatz ist, im Sommer aber zurück zum Kaiserslauterer Schwimmklub wechselt. Dort habe sie früher Wasserball gespielt, verrät sie. Mit ihrer Familie lebt sie in Erlenbach.
Übung mit dem Körpergewicht
Ein Übung, die die junge Schwimmer immer mal wieder absolvieren, ist der Mountainclimber, der Bergkletterer. Nein, die Wassersportler müssen keine Wände hinaufklettern, sie bleiben am Boden. Genauer gesagt starten sie in der Liegestützposition, setzen also die Hände genau unter den Schultern auf, strecken die Beine aus. Außer den Händen berühren nur die Zehenspitzen den Boden. Die Füße sind hüftweit auseinander. Beine, Oberkörper und Kopf bilden im Idealfall eine gerade Linie. Bianca Stief macht vor, wie’s geht: Sie zieht nun ihre Knie in einer sprunghaften Bewegung abwechselnd in Richtung Brustkorb. Das hintere Bein bleibt stets gestreckt. Wer die Bergsteiger-Übung schnell genug ausführt, bei dem sind jeweils für einen kurzen Moment beide Füße gleichzeitig in der Luft. „Schultern, Trizeps und gleichzeitig Bauch und Rücken – das sind alles Muskeln, die auch beim Schwimmen wichtig sind“, erklärt sie, was genau mit dem Mountainclimber trainiert wird. Das Schöne an der Übung: Man arbeitet nur mit dem eigenen Körpergewicht, braucht also keine Trainingsutensilien.
30 oder 45 Sekunden Belastung
Kombiniert mit anderen Übungen wie Burpees – einer Mischung aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung – Kniebeugen und gesprungenen Kniebeugen sowie Übungen im Unterarmstütz meistern die jungen Schwimmer den Bergsteiger nach dem Schwimmtraining für 30 Sekunden, danach folgt eine 15-Sekunden-Pause, bevor die nächste Anstrengung folgt. Vor dem Training sind es 45 Sekunden Belastung sowie 15 Sekunden Pause. „Außer dem eigenen Körpergewicht sind sonst nur Springseile und Therabänder unsere Hilfsmittel“, erzählt Stief. Der Mountainclimber sei auf jeden Fall eine Übung, bei der der ganze Körper trainiert werde, betont die Schwimmtrainerin. Und mit entsprechender Geschwindigkeit, kommt ganz nebenbei auch noch das Herz-Kreislauf-System in Schwung.
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