Neustadt „Finale“ auswärts

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Hassloch. Am Sonntagnachmittag also wird ein Strich unter die Hinserie in der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz gezogen. Mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben, das ist dem 1. FC 08 Haßloch vortrefflich gelungen. Doch genügt die Bilanz den eigenen Ansprüchen?

Ja, sagt Trainer Christian Lederle vor dem Hinrunden-Finale, „das ist definitiv zufriedenstellend. Wir waren einigermaßen konstant. Wir müssen die Entwicklung aber vorantreiben. Es darf kein Gefühl der Sättigung entstehen.“ Der FC 08 Haßloch belegt nach vier sieglosen Spielen in Serie mit 28 Punkten Rang fünf. Zu mehr reichte es bisher auch deshalb nicht, weil der Mannschaft im Angriff die Durchschlagskraft fehlte. Letzter Vorrunden-Gastgeber ist der Tabellendreizehnte TuS Schaidt (Sonntag, 14.30 Uhr), eine Mannschaft, die in dieser Saison erst einmal daheim gewonnen hat, auswärts hingegen viermal erfolgreich war. Zuletzt, das sollte als Warnung ausreichen, gelang ein 1:1 beim Rangvierten FSV Schifferstadt. Lederle mag nicht benennen, wie viele Punkte er sich bis zur Winterpause von seiner Formation wünscht. Er möchte jedes Spiel einzeln betrachten – und natürlich gewinnen. 15 Punkte sind bis zum 6. Dezember zu vergeben, für den FC 08 Haßloch 43 zu erreichen. Das ließe im neuen Jahr alle Optionen offen. Ortsrivale VfB Haßloch drückt das Gaspedal voll durch. Vier Siege en bloc, 27 Punkte, Platz sieben: Die Gelb-Schwarzen steuern Kurs Richtung Spitzengruppe und haben bei der TSG Jockgrim eine prächtige Chance, die Serie auszubauen (Sonntag, 14.30 Uhr). Der Gastgeber aus der Südpfalz steckt in einer Schaffenskrise. Einem 1:1 gegen den SV Bad Dürkheim folgte das 0:3 gegen den FV Heiligenstein. Zwei Spiele gegen die Rücklichter der Spielklasse, ein Punkt – das hievt den VfB zwangsläufig auf den Schild des Favoriten. „Ich werde meiner Mannschaft sicher nicht verbieten, weiter zu gewinnen“, flachst Frank Lieberknecht. Der Trainer des VfB hat in den vergangenen drei Spielen registriert, dass seine Elf sich in verschiedenen Punkten entwickelt hat. Sie kann geduldig bleiben wie beim 1:0 in Iggelheim, sich zum Sieg kämpfen wie beim 3:2 gegen Ruchheim oder einen Rückstand wettmachen wie beim 3:1 gegen Heiligenstein. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Lieberknecht zufrieden. „Wir haben eine gute Basis geschaffen für höhere Aufgaben.“ Allerdings kreucht der VfB vor der Begegnung mit dem „angeschlagenen Boxer“ Jockgrim (Lieberknecht) auf dem Zahnfleisch. Marius Zwetsch fehlt wegen gerissener Bänder im Sprunggelenk bis zum Ende des Jahres, Yannik Renner ist noch drei Spiele gesperrt, Jannik Lang beklagt eine Fersenprellung. Bei Torjäger André Grässer hat sich eine alte Muskelverletzung gemeldet. „Das wird bis Sonntag nichts werden“, sagt Frank Lieberknecht, „gerade bei ihm als Sprintertyp.“ Dafür ist Szabolcs Ferenci nach einem Jochbeinbruch zurück. Er spielt mit einer Spezialmaske. (aboe)

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