Neustadt Feuerwehren im regen Kontakt

Im Programm: eine deutsch-polnische Feuerwehrübung.
Im Programm: eine deutsch-polnische Feuerwehrübung.

Ein langes aufregendes Wochenende liegt hinter den zwölf Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr Niederkirchen, die erstmals nach Polen gereist sind, um die Wehrkollegen ihrer Partnergemeinde Byczyna zu besuchen. Zwischen der Verbandsgemeinde Deidesheim und Byczyna gibt es seit 15 Jahren eine Gemeindepartnerschaft.

Begleitet wurden die Teenager zwischen zehn und 16 Jahren von ihren Jugendwarten Stefan Schmitt und Peter Sterff, dem Wehrleiter Dieter Reinhardt sowie Ortsbürgermeister Josef Seckinger mit Gattin Andrea und Thomas Keller. Anlass der Reise war unter anderem das zehnjährige Bestehen der Niederkirchener Jugendfeuerwehr. Denn der rege Kontakt und die Pflege der Partnerschaft seien wichtig, findet Reinhardt. Aufbau und Strukturen der Feuerwehr in Polen unterscheiden sich naturgemäß von den hiesigen Verhältnissen. In der 950 Kilometer entfernten Verbandsgemeinde Byczyna, von ähnlicher Größe wie Deidesheim, wird mehr auf die Berufsfeuerwehr gesetzt. Vor zwei Jahren habe man ein ausgemustertes Fahrzeug der Niederkirchener Wehr als Geschenk nach Polen gebracht, was dort liebevoll gepflegt werde, berichtet Reinhardt. Das Niederkirchener Wappen auf der Tür werde man nie entfernen, beteuern die Kollegen. Auch 60 mitgebrachte Jacken sind gut angekommen. Die Technik unterscheide sich kaum, berichtet Reinhardt. So hat die Jugend aus der Pfalz bei den Übungen zur Straßen- und Verkehrsrettung in der Ortsgemeinde Jakubowice kräftig mit Hand angelegt und ihre Kenntnisse bewiesen. Lehrreich war die Besichtigung der Berufsfeuerwehr in der Kreisstadt Kluczbork, der Partnerstadt Bad Dürkheims. Neben Dienstlichem hatte das umfangreiche Programm auch viel Spaß zu bieten, wie einen Besuch im Dinopark und des Polnisch-Tschechischem Zentrums für Ritterbrauchtum. Untergebracht war die Delegation in einem Internat. Jugendwart Peter Sterff findet diese Erfahrung in recht einfachen Verhältnissen für die Teenager aus Deutschland wertvoll, um zu „sehen, wie es woanders zugeht“. Die Verständigung der Jugendlichen lief recht gut über einige Deutschkenntnisse der polnischen Schüler und Englisch. Als Dolmetscher fungierte daneben Vincent Stiburski, der Sohn des Partnerschaftsbeauftragen. Begeistert waren die Jugendlichen von der Gastfreundschaft der polnischen Gastgeber. Die Niederkirchener Feuerwehr hat diese Reise in drei Kleinbussen selbst finanziert, wurde jedoch unterstützt vom Landkreis Bad Dürkheim. Als Gastgeschenke habe man Wein, Spargel und Taschenmesser mitgebracht. Den Gegenbesuch aus Byczyna soll es am 23. Juni geben: Zum 15-jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft steht auch ein Besuch in Niederkirchen bei der Feuerwehr auf dem Plan.

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