Neustadt Fehlender Feinschliff und ein paar Dauerpatienten

Placeholder-Image

Hassloch. Der vergangene Spieltag der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz sorgte für ein Novum in der Saison 2014/2015: Beide Vertreter aus dem Großdorf Haßloch gewannen ihre Partien. Folgt nun der nächste Doppelstreich?

Frank Lieberknecht lässt gerne mit Leidenschaft trainieren. Im Augenblick ist das schier unmöglich. Der Kader des VfB Haßloch ist aufgrund diverser Verletzungen derart zusammengeschnurrt, dass Übungen für den taktischen Feinschliff nicht durchführbar sind. Um das zu ändern, möchte Lieberknecht die bereits aktivierten A-Junioren mindestens einmal pro Woche im Training der Ersten Mannschaft haben, „damit man auch mal wieder das Flutlicht über dem ganzen Platz anmachen kann“. Man merkt: Seinen Humor hat Lieberknecht nicht eingebüßt. Geholfen haben ihm dabei auch seine Schützlinge: Nach dem bitteren 0:5 in Oppau bezwangen sie den Tabellenfünften TuS Schaidt mit 1:0. Vor allem taktisch habe sich seine Mannschaft „richtig klasse verhalten“, lobt Lieberknecht. „Wenn man eine Woche vorher fünf bekommt, wäre ich auch mit einem Punkt zufrieden gewesen. So wurden es drei, und das war enorm wichtig. Wir sind nun ein kleines bisschen sicherer.“ Im Klassement belegt der VfB mit 26 Zählern weiterhin Platz zehn, gleichauf mit den davor rangierenden FSV Schifferstadt und SV Altdorf-Böbingen. Der Vorsprung auf den ominösen viertletzten Platz beträgt sechs Zähler. Genau dort bibbert im Augenblick die FG 08 Mutterstadt, die den VfB am Sonntag (15 Uhr) begrüßt. Die FG ist in diesem Jahr ungeschlagen, sie ließ einem 2:2 gegen die SG Steinfeld-Schweighofen ein 3:2 beim ASV Maxdorf folgen. „Wenn einem das gelingt, muss man schon Qualität haben“, warnt Lieberknecht. Neben den Dauerpatienten Jorissen, Jara und O’Hagan fehlt am Sonntag womöglich auch Tobias Schlegel. Er klagte bereits in der Partie gegen Schaidt über Oberschenkelprobleme. Patrick Heilman zwickt’s in der Leiste. 7:2 im Spiel der Hinrunde, nun 6:0: Für den 1. FC 08 Haßloch scheint der SV Gommersheim eine Art Lieblingsgegner zu sein. Doch Trainer Christian Lederle ordnet den Erfolg des vergangenen Sonntags realistisch ein. „Ich war überrascht, wie Gommersheim sich präsentiert hat, vor allem in der Defensive. Wir hätten mit etwas mehr Ballbesitz auch noch höher gewinnen können“, sagt Lederle. „Der Sieg in dieser Höhe war nicht unserer Leistung geschuldet, sondern den Personalsorgen auf Gommersheimer Seite.“ Und: „Mit dem 0:0 gegen den FSV Schifferstadt war ich zufriedener, das muss man so deutlich sagen.“ Die „Nullachter“ sind Vorletzter des Klassements geblieben, haben den Rückstand auf den SV Gommersheim aber bis auf einen Zähler minimiert. Und die Sterne stehen günstig, dass sie am Wochenende vorbeiziehen: Der FC 08 empfängt am Sonntag (ab 15 Uhr) den VTG Queichhambach, der SVG gastiert tags zuvor bei Spitzenreiter Oppau. „Unser Ziel ist es, die Siegesbilanz aufzubessern“, sagt Lederle. „Denn drei Erfolge nach so vielen Spielen – das ist nicht wirklich viel.“ Der Gegner hat freilich ein Wörtchen mitzureden. Der VTG (Elfter mit 22 Punkten) holte 2015 aus zwei Spielen optimale sechs Punkte. Auf Haßlocher Seite steht der Einsatz von Marc Hofmeister infrage. Der Torjäger beklagt eine starke Prellung im Oberschenkel.

x