Neustadt Fakten liegen voraussichtlich im März auf dem Tisch

Die geplante teilweise Erneuerung der Dorfstraße in Iggelbach scheint zum Reibungspunkt zwischen Anliegern und Gemeinde Elmstein zu werden. In einem offenen Brief an Bürgermeister Stefan Herter (Soziale Wählergemeinschaft) monieren Anlieger Joachim Kahlow und weitere 60 betroffene Anwohner per Unterschriftenliste fehlende Information und Aufklärung.
Vor allem die Kostenfrage wollen die Anwohner geklärt haben. Sie bitten um eine Informationsveranstaltung. „Diese kommt auf jeden Fall“, versichert Herter, „Aber erst dann, wenn genaue Fakten auf dem Tisch liegen. Dies wird voraussichtlich im März sein.“ Wie Ortsbürgermeister Stefan Herter erläutert, wurde in der Gemeinderatssitzung vom 22. September vergangenen Jahres bei nur einer Stimmenthaltung beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, einen Antrag auf Zuwendungen aus dem Investitionsstock 2017 für den frostsicheren Ausbau der Dorfstraße zu stellen. Dies gilt für den Abschnitt vom Kreuzungsbereich Schloßgasse / Wiesengasse bis zum Verkehrskreisel Ortsmitte (rund 500 Meter). „Erst wenn hierüber entschieden ist, werden weitere Details besprochen und beschlossen.“ Alles andere sei Spekulation, so Herter. Zu prüfen sei dann auch, ob Kanal oder Wasserleitungen zu sanieren seien. Herter, wie auch der Elmsteiner Gemeinderat in seiner Sitzung vom September, lassen allerdings keinen Zweifel daran, dass der schlechte Allgemeinzustand der Fahrbahn und Rinnenanlage der Dorfstraße unabhängig von Zuschüssen eine Erneuerung erfordert. Die in den vergangenen Jahren ausgeführten Reparaturen, wie es heißt, weisen mittlerweile aufgrund hohen Verkehrsaufkommens, Witterungseinflüssen und fehlenden Unterbaus erhebliche Schäden auf. „Steckenweise werden Zweiradfahrer und Fußgänger gefährdet“, betont Herter. Eine erneute stellenweise Reparatur der Fahrbahn wird seitens der Verwaltung nicht empfohlen, da nur ein frostsicherer Ausbau wirtschaftlich sinnvoll sei. Herter: „Flicken würde ein zwei Jahre halten, dann stünden wir wieder vor der gleichen Entscheidung.“ Nach seinen Angaben sind die Gesamtkosten vorerst mit etwa 450 000 Euro kalkuliert. „Nach derzeit geltendem Recht müssen die Anwohner davon etwa 40 Prozent übernehmen.“ Dass die Anlieger einen möglichst kostengünstigen Ausbau möchten und lediglich eine Erneuerung der Teerdecke ohne neuen Unterbau für ausreichend erachten, dafür hat Herter Verständnis. „Aber es liegt in der Verantwortung der gewählten Volksvertreter und ist deren Aufgabe , darüber abzustimmen, welche Maßnahmen notwendig sind. Darüber entscheiden nicht die Anlieger.“ Der Bürgermeister sieht daher auch die Kritik der Bürgerinitiative für nicht angebracht, „dass es wünschenswert gewesen wäre, bereits vor dem grundsätzlichen Ratsbeschluss mit den Anliegern zu reden“. „Im Übrigen ist nichts definitiv entschieden“, beruhigt der Bürgermeister. Zunächst läuft nur der Antrag der Gemeinde Elmstein auf Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes. „Nach einem Bescheid hierüber werde ich alle betroffenen Anwohner der Dorfstraße zu einem Informationsgespräch einladen.“ Mit dem Abschluss einer Baumaßnahme sei ohnehin nicht vor 2018 zu rechnen. | crd