Neustadt Faible für Familie und die FDP
BAD DÜRKHEIM/DEIDESHEIM. Wer seine politische Heimat in der FDP hat, der brauchte in den vergangenen Jahren gute Nerven und ein solides Selbstwertgefühl: Und das bringt Petra Dick-Walther, Direktkandidatin für die Liberalen, sicher mit. Als Familienmutter und Geschäftsführerin des familieneigenen Handwerksbetriebs zeigt sich die 48-Jährige als eine patente Frau.
In der Kurstadt ist die gebürtige Dürkheimerin verwurzelt, engagiert sich im Stadtrat als Fraktionssprecherin und beim Omega-Förderkreis. Über die Stadtgrenzen hinaus hat sie sich auch einen Namen gemacht: Als Mitstreiterin und Spendeneintreiberin beim Dürkheimer Hospiz-Projekt, das im Spätjahr Realität werden soll. „Vor fünf Jahren war es für mich noch überhaupt kein Thema, als Direktkandidatin für die FDP anzutreten.“ Damals befand sich die Partei, die bis dato immerhin fast zwei Jahrzehnte Landespolitik mitgestaltete, am Tiefpunkt: Sie war aus dem Landtag katapultiert worden und ist seit 2013 auch auf Bundesebene nicht mehr vertreten. „Aber seit gut einem Jahr steigt die Stimmung: Und genauso auch die Zustimmung“, sagt Dick-Walther, Tochter des einstigen FDP-Kreistagsmitglieds Peter Dick. Auf der Landesliste nimmt sie Platz zehn ein. Und sie sieht für die Liberalen eine Chance, wieder in den Landtag einzuziehen. Erst vor einem Jahr habe der langjährige Staatssekretär Günter Eymael ihr geraten, sich zu bewerben. „Eine ganz neue Erfahrung war für uns als Partei, dass wir zum Antritt Unterschriften sammeln mussten.“ Die Kandidatur ist nun ein weiterer wichtiger Schritt auf ihrem politischen Weg: Schon mit zwölf war sie in Begleitung ihres Vaters bei einem Bundesparteitag der FDP, mit 14 folgte der Eintritt bei den Jungliberalen und mit 17 Jahren bei der Mutterpartei. „Nur meckern und maulen hilft nicht.“ Der Partei wie auch ihrem Heimatort ist sie treu geblieben. Nach der Ausbildung zur Steuerfachgehilfin und vielen Jahren im Beruf stieg sie 2012 ins Geschäft ihres Mannes ein: „Ich habe ein Faible für Zahlen.“ Und auch der 29-jährige Sohn Peter arbeitet im Betrieb mit. Zwei Enkel gehören zu den Walthers: „Ich bin ein Familienmensch“, sagt sie. Und das schlägt sich auch in ihren politischen Zielen nieder: Bildungspolitik liegt ihr besonders am Herzen. Politisches Engagement, Büroarbeit und das Hüten der Enkel Andrijana und Johanna führen zu einem proppenvollen Terminplan. Beim Runterkommen vom hohen Aktivitätspegel helfen die Spaziergänge mit Sennenhund Oskar...