Neustadt Für mehr Sicherheit

Im April soll an der Anschlussstelle Bad Dürkheim-Süd auch die zweite Brückenrampe fertig sein. Damit wird nach knapp dreijähriger Bauzeit die neue Anbindung an die B 271 komplett kreuzungsfrei sein. Bis dahin müssen auch noch die Ein- und Ausfädelspuren auf der Nordseite der Überführung angelegt werden. Falls nicht noch ein Winterrückfall mit Dauerfrost die Bauarbeiten vorübergehend auf Eis legt, würde die Gesamtmaßnahme damit exakt im Zeitplan liegen. Beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer ging man von Frühjahr 2017 aus. Angefangen wurde das Bauwerk mit der südlichen Abfahrtsrampe vom Zubringer auf die B 271 Mitte 2014, sie wurde Ende 2015 freigegeben. Damit war der größere Gefahrenpunkt an der Einbindung entschärft, nämlich das Linkseinbiegen in die B 271 in Richtung Neustadt, bei dem der Verkehr aus beiden Richtungen beachtet werden musste. Danach begannen direkt die Arbeiten an der Abfahrtsrampe von der Bundesstraße. Sie soll künftig das Ausfahren auf der Linksabbiegerspur mit Kreuzen der Gegenfahrbahn aufheben. Beim Bau der neuen B 271 zwischen Bad Dürkheim und der Autobahn 65 vor Neustadt, die 1999 dem Verkehr übergeben worden war, hatte man auf kreuzungsfreie Einmündungen bei Meckenheim, Deidesheim, Wachenheim und Bad Dürkheim – insgesamt fünf – noch verzichtet. In der Folge kam es an allen Anschlussstellen zu oft schweren Zusammenstößen, insbesondere Dürkheim-Süd und Deidesheim entwickelten sich zu Unfallschwerpunkten, erste kritische Stimmen sprachen von „Fehlplanung“. Nachdem provisorische Lösungen mit optischer Fahrbahnverengung und Leitelementen die Probleme allenfalls milderten, aber nicht lösten, entschloss man sich auf hartnäckiges Drängen der Stadt hin beim LBM zum Umbau der Anschlussstelle. Baurecht für die jetzige Konstruktion bekamen die Speyrer 2011. Die Gesamtkosten für die beiden Rampen belaufen sich nach Angaben des LBM auf 4,2 Millionen Euro. Davon fallen auf die erste im Süden 1,8 Millionen, die jetzt im Bau befindliche nördliche Abfahrt samt der Verlängerung der Ausfahrtspur auf rund 75 Meter sowie die östliche Einfädelspur mit rund 150 Metern Länge kommen auf 2,4 Millionen Euro. Damit werde der kalkulierte Kostenrahmen nach derzeitigem Stand eingehalten. Finanziert wird die Gesamtsumme zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Landkreis Bad Dürkheim, weil der Zubringer Bestandteil der Kreisstraße 7 ist. Ein höherer baulicher Aufwand wurde durch den Umstand notwendig, dass die direkt neben der Bundesstraße verlaufende Bahnlinie zweimal überquert werden muss. Deshalb wurden zwischen den beiden Rampen und dem Bahngleis zwei Stützwände mit bis zu 4,50 Metern Höhe eingezogen, eine 30, eine 50 Meter lang. Nach und nach sollen auch die weiteren Anschlussstellen nach Süden nachgerüstet werden. Für das zweite Ohr bei Wachenheim ist bereits ein Plan vorgestellt worden. Bei der Planung des weiteren Verlaufs der B 271 nach Norden hatte die zuständige LBM-Dienststelle in Worms von vornherein kreuzungsfreie Anbindungen vorgesehen. |psp