Neustadt Explosives Altmetall

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Explosives Thema gestern in der Stadt und natürlich auch bei vielen Gästen der RHEINPFALZ-Sommerredaktion: eine Minengranate aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Hof des Bürgerbüros gesprengt wurde.

Fragen wie „Ist sie schon gesprengt worden?“ oder „Ist alles gut gegangen?“ und „Hat man was gehört?“ wurden mehrfach gestellt. Als Andreas Günther, Leiter Zentrale Dienste der Stadtverwaltung und bei der Sprengung vor Ort, auf dem Marktplatz vorbeikam, gab er gleich Entwarnung: „Nichts passiert!“ Er hatte sogar ein paar Splitter dabei, die er nicht etwa jemandem aus dem Bein gezogen, sondern nach der Sprengung vom Boden aufgesammelt hatte. Aber zu den Fakten. Am Mittwochnachmittag hatte die Polizei auf der Hambacher Höhe ein stark verrostetes und mit Steinen behaftetes Metallteil entdeckt. Die Beamten waren der Meinung, das Ding sei beim städtischen Ordnungsamt besser aufgehoben. Dass es sich um ein gefährliches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, war der Polizei nicht bewusst. Sie stufte es als Altmetall ein und fuhr es von der Hambacher Höhe in die Hindenburgstraße 9. Dort, also beim Ordnungsamt, witterte ein Mitarbeiter die Gefahr, fotografierte den Fund und schickte die Bilder per E-Mail an den Kampfmittelräumdienst. Da die Fachleute dort auch nicht direkt erkennen konnten, um was es sich genau handelt, kam ein Mitarbeiter nach Neustadt, um das vermeintliche Altmetall genauer unter die Lupe zu nehmen. Ergebnis: eine 15 Zentimeter lange und 3,7 Zentimeter breite Minengranate deutscher Herkunft, die vor Ort gesprengt werden muss. Die städtischen Gebäude in der Hindenburgstraße 9a – darunter das Bürgerbüro – sowie einige nahe Häuser in der Hohenzollernstraße wurden dann gestern geräumt – und gegen 12.30 Uhr wurde die Granate vom Kampfmittelräumdienst kontrolliert gesprengt. Um die Druckwelle zu mildern, war die Granate zwischen Sandsäcke, Steinwolle und eine Lage Förderbandgummi aus dem Haardter Steinbruch gesteckt worden. Den Bums auslösen durfte Oberbürgermeister Hans Georg Löffler. (ffg)

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