Kommentar
Experten liefern nur Grundlage
Mainz hat es vorgemacht, München ist wie Neustadt gerade dabei: Beide Städte lassen eine Gruppe von Historikern prüfen, ob Straßen nach einer problematischen Person benannt worden sein könnten. Ein wissenschaftlich fundierter Rundumschlag soll verhindern, dass nicht immer wieder über einzelne Straßennamen debattiert werden muss. Beispiel für eine „Umbenennung“ in Neustadt war die Carl-Peters-Straße. Indem das „C“ durch ein „K“ ersetzt wurde, wurde aus einem rassistischen Kolonialisten ein Strafrechtler. Trotz allem wird am Ende aber immer der Stadtrat entscheiden müssen. Und im Fall Helfferich sollte es nicht mit einer Umbenennung oder Tafel getan sein. Zu ihm wartet auch im Stadtmuseum noch Arbeit.
Mehr zum Thema
