Neustadt Essen macht Schule
Das Gymnasium in Edenkoben ist die einzig verbliebene weiterführende Schule in der Trägerschaft des Kreises, die noch kein Ganztagsangebot hat. Das soll sich ändern – dafür hat sich der Kreistag nun einstimmig ausgesprochen. Bereits ab dem kommenden Schuljahr soll es ein Nachmittagsangebot mit einem Mittagessen geben. Ab dem darauf folgenden Schuljahr, also 2018/2019, soll aus dem Gymnasium dann eine vollwertige Ganztagsschule werden. Die Betreuung soll für die Eltern kostenlos sein. Das ist der Plan. Nun muss aber noch das rheinland-pfälzische Bildungsministerium zustimmen, ein Antrag wurde bereits eingereicht. Die Entscheidung soll noch vor den Sommerferien fallen. Damit aus dem Wunsch Wirklichkeit wird, braucht die Schule 54 Anmeldungen. Das scheint aber offenbar kein Problem zu sein. Die Nachfrage nach Ganztagsplätzen sei in Edenkoben gegeben, sagte Landrätin Theresia Riedmaier (SPD). Mit diesem Lückenschluss wäre die Südliche Weinstraße im Vergleich zu anderen Kreisen im Land vorne mit dabei. Teuer wird das neue Angebot nicht, die Eltern zahlen das Essen selbst, der Kreis übernimmt lediglich einen kleinen Anteil. Noch eine gute Nachricht: Die Frage nach einem Nachfolger von Kreisfeuerwehrinspekteur Rudi Götz ist endlich geklärt. Eigentlich gab es schon einen Nachfolger – der zog dann seine Bewerbung aber kurzfristig zurück. Seit gestern ist klar: Der neue Mann, der den Job erstmals hauptamtlich ausüben wird, heißt Jens Thiele. Er ist 32 Jahre alt und wohnt derzeit in Rastatt. Der Kreistag votierte einstimmig für diese Personalie. Sollte alles glattlaufen, könnte Thiele sein Amt zum 1. Oktober antreten. Die Wehrleiter hatten sich bereits einstimmig für ihn ausgesprochen. Bevor es in der Festhalle Burrweiler losging, wo sich der Kreistag am Montagnachmittag zusammenfand, wollte Landrätin Theresia Riedmaier noch ein paar Sätze sagen. Schließlich war es eine besondere Sitzung – einen Tag nach der Wahl von Dietmar Seefeldt (CDU) zum neuen Landrat im Kreis Südliche Weinstraße. „Ich gratuliere Ihnen, es ist eine schöne Aufgabe“, sagte die Landrätin unter Beifall des gesamten Plenums. Es sei eine durchaus beachtliche Leistung, den Sieg im ersten Wahlgang errungen zu haben. Dann dominierte die nüchterne Tagesordnung.