Wochenspiegel
Es wird eng beim günstigen Parken
Endlich geht’s los. Denken die einen. Chaos ist programmiert, denken die anderen. Und wie ist das mit günstigen Parkplätzen, fragen sich vielleicht beide Parteien.
Die Rede ist von all dem, was sich am Neustadter Hauptbahnhof tut beziehungsweise tun wird. Als da wären ein Hotel und Parkhaus, die ein privater Investor auf dem früheren Postgelände errichtet. Als da wäre der Umbau des Bahnhofsvorplatzes durch die Stadt. Und drittens schließlich die Zwischennutzung der Fläche hinter der Bundespolizei, um mit den Herausforderungen der beiden Baustellen, die fast zeitgleich laufen, umgehen zu können.
Stillstand ist auch nix
Von der Stadt erfordert das viel Koordination und viele Gespräche mit allen Beteiligten. Für Neustadter, Pendler und Besucher dürfte es vor allem eine Geduldsprobe werden. Klar ist aber auch: Oft wird sich darüber beschwert, dass in Neustadt Stillstand herrscht. Stadtentwicklung ohne Baustellen gibt es aber nicht.
Ein besonderes Problem wird der Parkdruck bei günstigen Plätzen sein. Die kostenlose Festwiese ist früh dicht, die Anzahl an städtischen Tagesticket-Flächen durch den Hotelneubau reduziert, Ersatz gibt es nicht. Außerhalb der Innenstadt, wo das Parken weniger oder nichts kostet, ist schon jetzt nur selten etwas frei. Und die Anwohner sind genervt. Teurere Alternative wäre der eher ungeliebte Klemmhof, das Parkhaus im Ex-Hertie dauert noch.
Erst am Anfang
Ob die Lage entspannter wäre, würde der Investor auf dem Postgelände doch zuerst das Parkhaus bauen? Unwahrscheinlich, denn für billig Geld wäre auch dort kein Parken möglich. Die Gründe für die geänderte Reihenfolge – bessere Baustellen-Abläufe – sind nachvollziehbar. Nur scheint die Stadt eher spät informiert worden zu sein, hat sie doch Anfang Juli noch nichts davon gewusst. Aber wir stehen ja erst ganz am Anfang. Noch haben alle Beteiligten Zeit, auch die Kommunikationsabläufe zu verbessern.