Nachklapp Erstmal ’ne Runde Mensch-ärgere-dich-nicht
In manchen Familien wandert die Spielesammlung ja in den Keller, wenn die Kinder sie nicht mehr nutzt. Dabei haben Studien gezeigt, dass Brettspiele weit mehr sind als Unterhaltung. Sie fördern die Konzentration, das strategische Denken, die sozialen Fähigkeiten. Dass Spiele in der Corona-Zeit Hochkonjunktur hatten, wundert nicht. Die Pandemie war ein Stresstest, Spiele halfen, besser durch die Zeit zu kommen. Denn selbst dem größten Spiele-Muffel fällt es schwer, schlecht gelaunt zu bleiben, wenn rund am Tisch alle mit Spaß beim Würfeln, Vorrücken und Rausschmeißen sind – nur als Beispiel. Bei den beliebtesten Spielen belegen aber tatsächlich die Klassiker noch immer die vorderen Plätze: Neben Mensch ärgere dich nicht gehören Monopoly, Siedler von Catan, Schach und Mühle dazu.
In der Vorderpfalz hat sich nun eine Initiative gebildet, die die Anhänger von Brettspielen besser vernetzen möchte. „Vorderpfalz spielt“ heißt sie, der Schwerpunkt liegt derzeit auf Ludwigshafen-Maudach und Mutterstadt. Doch das könnte anders werden, denn auch eine Frau aus Haßloch, Sigrid Knöringer, ist mit am Start. Ziel ist es auf jeden Fall, auch andernorts e Spiele-Veranstaltungen ins Leben zu rufen.
Training für die grauen Zellen
Wenn man sich überlegt, welch positive Auswirkungen Spielen laut wissenschaftlicher Studien haben sollen, kann man das nur begrüßen. Wir zitieren: Spiele lassen uns abtauchen in andere Welten, sie stärken unsere Teamfähigkeit, trainieren unsere grauen Zellen und bringen uns Spaß. Und: Wer viel spielt, bleibt flexibel und empathisch.
Flexibilität und Empathie können wir ja wahrlich überall gebrauchen. Vielleicht wäre eine Spielerunde auch in dem ein oder anderen Ort ein guter Auftakt für die Ratssitzung? Wenn alle dann mit frischen sozialen Fähigkeiten ans Werk gehen, dann flutscht es ganz sicher hinterher.