Kommentar
Erst überlegen, dann entscheiden
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Schlüsselbegriff. Also sind auch die Winzer gefragt. Insofern stellt sich sehr wohl die Frage, ob Kommunen als Weinbergsverpächter noch strenge Vorgaben machen und ganz auf Bioanbau setzen sollten. So wie Schaffhausen in der Schweiz. Dafür gibt es sicher Gründe. Es gibt aber auch Gründe für die Zurückhaltung bei der Mehrheit der Stadtratsfraktionen. Denn die meisten Winzer haben sich – auch mit Blick auf kritische Verbraucher – schon längst schonenden Arbeitsweisen verschrieben. Sie darf man nicht verprellen. Daher darf eine Entscheidung nicht überstürzt werden. Zunächst ist zu klären, was ein solcher Beschluss konkret bringen soll. Eine reine „Bio“-Symbolentscheidung für die Akten wäre unnötig.
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