Neustadt Erlebnis am naturnahen Bach

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Die Gemeinde Kirrweiler plant mit der Verbandsgemeinde und den übergeordneten Behörden, einen Teil des Kropsbachs zwischen der Autobahn A 65 und dem Spielplatz attraktiver zu gestalten.

Ein möglichst naturnaher Zustand des Bachs mit standortgerechten Vegetation, aber auch eine bessere Zugänglichkeit und Naturerlebnis am Bach sind die Ziele. „Nach einer Begehung des Geländes sind die nächsten Schritte festgelegt worden“, erklärt Kirrweilers Bürgermeister Rolf Metzger. Die Pflanzen hätten das Gelände nahe des Spielplatzes zugewuchert, es seien dort nicht landschaftstypische Gewächse gepflanzt und Gartenabfälle entsorgt worden. Jetzt sollen innerhalb der „Aktion Blau Plus“, eines Förderprogramms des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz zur Wiederherstellung von naturnahen Gewässerzuständen, die notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden. Ulrike Sacher, freie Landschaftsarchitektin in Edenkoben, ist mit dem Projekt betraut und erläutert im Gespräch mit der RHEINPFALZ den Ablauf der Arbeiten: „Bis Ende Februar werden die nicht standortgerechten Gehölze entfernt.“ Deshalb habe es Ende November einen Ortstermin mit den Anwohnern gegeben. Zuvor seien die Grundstücksgrenzen vom Vermessungsbüro festgestellt und markiert worden. Die Anwohner seien damit einverstanden, die auf ihren Grundstücken nicht standortgerechten Gehölze zu fällen und nicht zu ihren Grundstücken gehörende öffentliche Flächen in die private Gartengestaltung einzubeziehen oder gegebenenfalls zurückzubauen. In einem Schreiben sollen sie auch darauf hingewiesen werden, dass es nicht zulässig sei, Wasser aus dem Bach für die Gartenbewässerung zu entnehmen. „Die anderen Arbeiten werden im Frühjahr öffentlich ausgeschrieben“, kündigt Sacher an. Dazu zählten Tiefbauarbeiten wie der Bodenaushub zur Herstellung eines mäanderförmigen, also sich windenden, Bachlaufs. „Gehölze werden neu gepflanzt, der Uferstreifen neu aufgebaut und eine standortgerechte Wiese eingesät“, ergänzt Sacher. Die Arbeiten sollen im November 2017 beendet sein. Jetzt warte man auf den Förderbescheid des Ministeriums, das bereits mündlich grünes Licht gegeben habe, so Sacher. Die Förderhöhe betrage 90 Prozent der Bruttobaukosten. Dazu zählten die Planungskosten, Vermessungsarbeiten, ein geotechnisches Gutachten sowie die Ausführungsarbeiten. Nicht zu den förderfähigen Ausgaben gehören laut Sacher Einrichtungen, die nicht direkt im Zusammenhang mit der Qualität des Gewässers und seiner Erlebbarkeit stünden, zum Beispiel Picknickbänke. Um das Vorhaben abzurunden, ist nach Sachers Worten am Karlsruher Institut für Technik eine Masterarbeit ausgeschrieben. Diese könnte erarbeiten, wie man Installationen gestalten könnte, die informativ und spielerisch Wissen vermitteln über den Bach, zum Beispiel über die Wassergüte oder die Strömungsgeschwindigkeiten im Wasserlauf. Wenn die Renaturierung des Kropsbachs abgeschlossen ist, sollen voraussichtlich im Jahr 2018 die Qualität und die Erlebbarkeit des Schlossweihers verbessert werden. |stgi

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