Neustadt Enzenauer hält Remis fest

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Hassloch. Wenn der 1. FC 08 Haßloch ein Fußballspiel auf Rasenplatz zwei austrägt, steht schon vor dem Anpfiff fest, dass aufgrund des holprigen Untergrunds nicht mit einer technisch hochklassigen Partie zu rechnen ist. Ein hervorragendes Beispiel war dafür das Derby der Bezirksliga Vorderpfalz am Samstag gegen den Aufsteiger TSG Deidesheim. Die 08er beraubten sich durch die Wahl des Spielfeldes selbst ihrer größten Qualitäten und erreichten nur ein 2:2 (2:1).

Nach dem Abpfiff freute sich TSG-Coach Markus Humbert mit den Deidesheimern überschwänglich über den Punktgewinn. Die Haßlocher schlichen enttäuscht in die Kabine. Trotz des eines Bezirksligaspiels unwürdigen Untergrunds, dem die Bezeichnung Wiese gerechter wird als Rasen, schafften es die Gastgeber, ihren Gegner so stark unter Druck zu setzen, dass eigentlich nur ein deutlicher 08-Sieg den Spielanteilen entsprochen hätte. Den besseren Start erwischte die TSG Deidesheim, die aufgrund ihres jahrzehntelangen Daseins in unteren Spielklassen schwierige Platzverhältnisse mehr als die Haßlocher gewohnt ist. Nach zehn Minuten hatten die aber 08er durch Parscal Beyer ihre erste Torchance. TSG-Torwart Daniel Enzenauer wehrte Beyers Schuss jedoch zum Eckball ab (11.). Danach befand sich der Ball fast ausschließlich im Mittelfeld. Lediglich nach schweren individuellen Fehlern kam Gefahr auf, so auch, als der Haßlocher Martin Berac einen TSG-Pass zu Mario Seckinger nicht abwehrte und letzterer alleine auf das gegnerische Tor zulaufen durfte (21,). 08-Tormann Anschütz brachte den TSG-Angreifer regelwidrig im eigenen Strafraum zu Fall. Der Ex-Haßlocher Nicolas Deimel ließ ihm mit seinem knallhart getretenen Elfmeter keine Chance. Nach dem 0:1-Rückstand starteten die 08er einen Sturmlauf, der bis zum Schluss anhielt und zu Beginn schnell zu Erfolgen führte. Binnen drei Minuten nutzten André Hubach (35.) und Beyer (37.) zwei schwere Deidesheimer Deckungsfehler, um das Spiel bis zur Pause zu drehen. In der 44. Minute leistete sich TSG-Außenverteidiger Jochen Fellberg noch einen weiteren Patzer, aber Fabian Metz schoss freistehend über das Tor. Humbert gab zu, dass ein drittes Gegentor kurz vor dem Halbzeitpfiff wohl die Entscheidung gewesen wäre. „Ausgerechnet meinem erfahrensten Spieler musste das passieren“, klagte er. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff leisteten sich die Haßlocher einen leichtfertigen Ballverlust im Mittelfeld. Christian Schubing kam unbewacht in Ballbesitz und hatte keine Mühe, die Kugel am überraschten Anschütz vorbei zum 2:2 ins leere 08-Gehäuse zu schieben. Während die Gastgeber ihre Offensivbemühungen nochmals verstärkten, stellte Humbert in der Defensive auf eine Fünferabwehrkette um. Trotz Dauerdrucks geriet Deidesheim aber nur noch zweimal richtig in Gefahr. Enzenauer bewies dabei jedoch seine Klasse, als er sowohl einen Kopfball von Torben Hubach (66.) als auch einen Freistoß von Christian Rebres parierte (85.). So spielten sie 08 Haßloch: Anschütz – Engel (50. Pischulti), Torben Hubach, Doll,C. Berac – M. Berac, Engisch, Timo Hubach (61. Rebres), Metz (77. Faust) -A. Hubach, Beyer. TSG Deidesheim: Enzenauer – Kolbenschlag, Speiger, Deimel, Fellberg – A. Schubing – Hansen, Simon, Veth (61. Teuberger), Seckinger (64. Ehrenpreis) – C. Schubing. Tore: 0:1 Deimel (22. Foulelfmeter), 1:1 A. Hubach (35.), 2:1 Beyer (37.), 2:2 C. Schubing (48.); Gelbe Karten: Anschütz, Doll – Simon; Beste Spieler: Doll, A. Hubach – A. Schubing, C. Schubing; Zuschauer: 100; Schiedsrichter: Gassmann (Speyer) |dil

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