Neustadt Entwicklung zur AfD aktiv begleitet

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ALTLEININGEN/DEIDESHEIM. Iris Nieland aus Altleiningen war früher in diversen Ausschüssen der FWG auf Kreisebene tätig. Inzwischen hat die 55-Jährige ihre politische Heimat bei der „Alternative für Deutschland gefunden“. Zu Themen wie Zuwanderung oder Grenzsicherung äußert sie sich zurückhaltend – ganz anders bei Windrädern.

„Geschredderte Vögel sind mir halt ein Gräuel“, stellt Iris Nieland etwas provozierend zum Thema Windkraftanlagen fest. Zum ersten Mal legt sie ihre große, sich selbst auferlegte Vorsicht im Pressegespräch ab. Auch der zum Treffen „mitgebrachte“ AfD-Kreisvorsitzende Wolfgang Kräher nickt zustimmend. Bei ihrer Meinungsäußerung zu Windrädern in der schönen Pfälzer Landschaft im Besonderen und Umweltpolitik im Allgemeinen braucht sie keine Unterstützung. Kein Wunder, bringt die Wahlpfälzerin seit vielen Jahren bei Höningen mit gleichgesinnten Tierschützern massenweise Kröten sicher über die Straße. Ihre Verbundenheit zur Natur machen auch die Tiere auf dem Anwesen zwischen Altleiningen und Höningen deutlich: einige Hühner, zwei Ponys und Jagdhund-Mix Bruno, den sie aus dem Tierheim in ihre seit fast 30 Jahren geltende Heimat geholt hat. Über ihre Tiere informiert Nieland dann wieder zurückhaltend. Im Gespräch ganz außen vor lassen will Nieland ihre Familie. Kein Problem, es reicht zu wissen, dass sie einen großen Raum in ihrem Leben einnimmt. Interessanter ist doch, welche Lösungen Nieland zum Beispiel bei der Flüchtlingskrise sieht. So richtig konkret wird sie nicht. Sie spricht von einer „zu Recht in unserem wertvollen Grundgesetz festgelegten Menschenwürde“, von „bestehenden Gesetzen, die vollkommen ausreichen, wenn sie denn konsequent umgesetzt würden“ und „dass nicht mehr als zehn Prozent neue Arbeitskräfte in den Markt integriert“ werden könnten. Zur Frage der öffentlichen Sicherheit betonte sie, dass „Köln sicherlich ein Fanal war“. Als Konsequenz daraus müssten keine neuen Gesetze auf den Weg gebracht werden, sondern bestehende einfach nur konsequent umgesetzt. Hier habe die AfD „viele kluge Köpfe, auf die ich mich vor einer möglichen Entscheidung verlassen könnte“, hebt Nieland hervor, dass sie selbst nicht „auf alle Fragen in allen Politikfeldern gleich die passenden Antworten parat“ habe. Bildungspolitik gehört wohl nicht dazu. Als Mitglied des Kreistages Bad Dürkheim ist dies naheliegend, firmiert der Kreis als Träger der weiterbildenden Schulformen „sozusagen als deren Hausmeister“. Zusammen mit AfD-Kollege Kräher sitzt Nieland in dem kommunalen Gremium, das über die räumliche Ausstattung dieser Bildungsstätten entscheidet. Und hier müsse mehr investiert werden. Kräher nickt wieder. Ebenso, als Nieland betont, dass sie die Entwicklung hin zur AfD von Anfang an aktiv begleitet habe.

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