Stadtleben
Endlich kommt die „Raneri-Schranke“
Am Montag, 16. August, könnte eine kleine Erschütterung durch das Pflaster der Neustadter Altstadt gehen. Eine, die sich in etwa von der Friedrichstraße bis in die untere Hauptstraße zieht. Bis dort hin, wo Giovanni Raneri seine Boutique betreibt und daher im Laden steht. Denn sein Lieblingsprojekt geht endlich in die letzte Phase. Nicht umsonst wird es auch gern „Raneri-Schranke“ genannt, liebevoll natürlich, nicht etwa spöttisch.
Zeit zum Shoppen
Die frohe Botschaft hat am Freitag die Stadtverwaltung übermittelt. Ganz prosaisch mit einem knappen Satz: „Eine Fachfirma baut ab 16. August die Schranke am sogenannten Krasemann-Parkplatz in der Friedrichstraße auf.“ Zwei Tage soll es dauern, bis alles steht und – vielleicht – auch funktioniert.
Als damaliges Willkomm-Mitglied hatte sich Raneri immer für ein solches System ausgesprochen. Durch die Schranke müssten die Kunden nicht ständig auf die Uhr schauen, während sie in der Innenstadt shoppen. Als der Stadtrat endlich Nägel mit Köpfen gemacht hatte, gab es wenig später leichten Gegenwind. Denn die Willkomm hatte zwischenzeitlich entdeckt, dass mit Handyparken dasselbe Ziel erreicht würde. Der Innenstadtbeirat sorgte für Rückenwind mit der Ergänzung: Und noch dazu viel billiger.
OB leicht angesäuert
Das wiederum ließ bei Oberbürgermeister Marc Weigel kurzzeitig den Kamm schwellen. Er mahnte an, dass die Schranke gewollt gewesen sei und man nicht ständig eine Rolle rückwärts machen könne, wenn mal eine Entscheidung gefallen sei.
Den geneigten Bürger dürfte derweil vor allem interessieren, ab wann denn der Krasemann-Parkplatz mittels Schranke gebührenpflichtig wird. Da gewährt die Stadt eine gewisse Eingewöhnungsfrist: erst eine Woche später, also ab Mittwoch, 25. August.