Neustadt Elmstein: Helmbachweiher soll schöner werden

Nur bedingt einladend präsentiert sich die Umgebung des Helmbachweihers. Ein schon 2011 vorgestelltes Konzept für die Umgestaltu
Nur bedingt einladend präsentiert sich die Umgebung des Helmbachweihers. Ein schon 2011 vorgestelltes Konzept für die Umgestaltung wurde aus Kostengründen zu den Akten gelegt.

Innerhalb der Verbandsgemeinde Lambrecht wird Kritik am teils desolaten Zustand des Geländes rund um den Helmbachweiher geübt. Bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim ist das Problem bekannt. Spätestens gegen Ende des Jahres sollen konkrete Vorschläge für die Aufwertung des touristisch interessanten Ausflugsziels vorliegen.

Der Helmbachweiher bei Elmstein könnte ein „attraktives Ausflugsziel“ sein, sagt der Elmsteiner Bürgermeister Stefan Herter (SWG). Doch der Landkreis Bad Dürkheim, dem der Naturbadeweiher gehört, lasse das Gelände immer mehr vergammeln, bedauern Herter und der Lambrechter Verbandsbürgermeister Manfred Kirr. Zudem tue der Kreis nichts, um das Gelände attraktiver zu gestalten. Die Kreisverwaltung teilt auf Anfrage mit, dass sie spätestens bis Ende des Jahres Vorschläge zur Zukunft des Helmbachweihers vorlegen will.

Nahezu einzige Bademöglichkeit

Wenn man auf der Landesstraße 499 zwischen Erfenstein und Elmstein in Richtung Iggelbach abbiegt, ist man nach wenigen hundert Metern an dem idyllischen, 1969 künstlich angelegten Naturbadeweiher angelangt, der ein beliebtes Ziel für Badeausflüge ist. In der Verbandsgemeinde Lambrecht ist er neben dem Weidenthaler Weiher die einzige Möglichkeit zum Schwimmen. Die Idylle ist aber seit Jahren getrübt und eine gewisse Robustheit ist für einen Ausflug an den Helmbachweiher inzwischen von Vorteil. Nicht weil das Wasser öfter recht frisch ist, sondern weil das Gelände sehr ungepflegt, ein vorhandener Kiosk alles andere als einladend und die Toiletten eine Zumutung sind. Als „desolat“ hat der frühere Erste Beigeordnete des Kreises Erhard Freunscht (CDU) die Toiletten bezeichnet. Das war 2011, besser sind sie seitdem nicht geworden. „Die Pflege des Geländes wird seit Jahren von der Kreisverwaltung vernachlässigt, nicht einmal der Weg wird freigeschnitten“, kritisiert Herter. Auf dem Gelände wucherten Brennnesseln, Dornenranken und anderes Gestrüpp, einige der Bäume müssten dringend geschnitten werden und die Wiese gleiche einem Stoppelacker. „Wenn wir sehr drängeln wird mal gemäht oder geschnitten, aber das ist selten der Fall“, berichtet Kirr.

40 000 Euro eingeplant

Nach Angaben von Arno Fickus, Sprecher der Kreisverwaltung, sind in diesem Jahr im Haushalt des Kreises 40.000 Euro für den Unterhalt des Helmbachweihers eingeplant. Wie viel davon benötigt werde, könne man derzeit noch nicht sagen. Im vergangenen Jahr seien rund 16.000 Euro und im Jahr 2016 rund 24.000 Euro für Pflege- und Unterhaltsmaßnahmen am Helmbachweiher ausgegeben worden. 2011 hatte der Kreis ein 50 Seiten dickes Konzept für die Umgestaltung des Helmbachweihers zu einem „Naturerlebnis-Bereich“ vorgestellt. 2012 wurde das Konzept ad acta gelegt. Die Aufwertung des Helmbachweihers war eines von mehreren Vorhaben, das der Kreistag aus Kostengründen aufgab. Ebenfalls 2012 wurde aus finanziellen Gründen ein Ausflugsbus eingestellt, der seit Mai 2009 unter anderem an den Helmbachweiher gefahren war. Die Buslinie war auch im Hinblick auf die geplante Aufwertung des Helmbachweihers eingerichtet worden. „Die Gemeinde, die kein Geld hat, und der Elmsteiner Verkehrsverein hatten einen Teil der Kosten für die Buslinie gezahlt“, ärgert sich Herter noch heute über diese Ausgaben.

Auch in Zukunft Stätte der Erholung?

2016 initiierte die Kreisverwaltung ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren zur Entwicklung des Helmbachweihers. Dabei wurden Investoren gesucht, die ein Konzept für eine touristische Nutzung des Geländes vorlegen sollten. „Durch das Interessenbekundungsverfahren konnte leider keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden“, so Fickus. Wie die RHEINPFALZ im Dezember 2016 berichtete, waren nur zwei Anfragen eingegangen. Der Verbandsgemeinderat Lambrecht hatte im Dezember 2016 in einer Resolution den Kreis aufgefordert „spürbare Maßnahmen“ zu ergreifen, damit „der Helmbachweiher auch in Zukunft eine Stätte der Erholung für Einheimische und Touristen bleibt“. Wie Kirr berichtet, hat er sich mehrfach mit Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) über die Zukunft des Helmbachweihers unterhalten. Aus diesen Gesprächen wisse er, dass die Kreisverwaltung auf der Suche nach Fördermöglichkeiten für eine attraktivere Gestaltung des Helmbachweihers sei. „Momentan sind wir am Ausloten, welche Möglichkeiten es gibt, unter anderem werden verschiedene Fördermöglichkeiten geprüft“, so Fickus. Spätestens bei der Beratung des Haushalts gegen Ende des Jahres wolle die Kreisverwaltung „konkrete Vorschläge“ vorlegen. „Der Helmbachweiher ist also keineswegs vergessen, wir sind bestrebt eine gute Lösung für alle zu finden“, so Fickus.

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