Neustadt Einwurf: Nicht überziehen

Die Stadt Deidesheim ist klein, aber sie hat viele Einrichtungen zu unterhalten: eine Stadthalle, ein Schwimmbad, Parks und Grünflächen. Das sind zumindest die gewichtigsten Ausgaben unter den Teilen des Haushalts, die allgemein als „freiwillige Leistungen“ gelten. Wollte man wirklich einschneidend sparen, müsste man solche Einrichtungen schließen. Das will keiner. Die Einnahmen erhöhen, das geht nur in bescheidenem Rahmen. Wenn man die Gebühren fürs Bad oder die Mieten für die Halle überzieht, kommt bald niemand mehr. Der Griff in die Tasche der Steuerbürger ist mit der Erhöhung der Hebesätze ein Schritt, der zwar einen sechsstelligen Betrag im Jahr zusätzlich bringen soll. Aber auch das ist immer noch wenig angesichts der gewaltigen Defizite im Haushalt. Und auch da darf die Stadt nicht übertreiben. Schon jetzt sind die Hebesätze höher als bei ähnlich großen Gemeinden in der Nachbarschaft.