Hassloch Einsatzmarathon bei der Feuerwehr: Sechs Einsätze an nur einem Tag
Es war ein Tag, der den Kräften der Haßlocher Feuerwehr vermutlich in Erinnerung bleiben wird: Insgesamt sechsmal rückten Trupps der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntag innerhalb von rund zehn Stunden aus – teils sogar parallel. Sie löschten Flammen, unterstützten eine Personensuche und sorgten für Sicherheit. „Die Einsatzhäufigkeit und auch die zeitliche Dichte waren außergewöhnlich. Die Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Mitglieds war bemerkenswert“, lobt Wehrleiter Marco Himmighöfer am Tag danach. Nahezu alle Feuerwehrangehörigen hätten den Sonntag fast ununterbrochen im Gerätehaus oder im Einsatz verbracht. „Die Temperaturen haben zusätzlich dazu beigetragen, dass die Einsätze auch körperlich belastend waren“, berichtet Himmighöfer.
Erstmals gefordert waren die Einsatzkräfte am Vormittag bei einem Wohnungsbrand in der Lindenstraße in Haßloch. Dort war im ersten Geschoss eines Wohnhauses ein Feuer ausgebrochen. 33 Kräfte brachten die Flammen unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile. Eine Person wurde leicht verletzt, ein Hund kam bei dem Brand ums Leben.
Unterstützung bei Personensuche
Während ein Teil der Einsatzkräfte noch mit den Löscharbeiten in Haßloch beschäftigt war, rückten weitere 24 Feuerwehrangehörige zu einer Personensuche aus. Dabei unterstützten sie die Feuerwehr Böhl-Iggelheim. Rund vier Stunden lang durchkämmten die Kräfte ein Suchgebiet, das auch auf Haßlocher Gemarkung ausgeweitet worden war.
Gegen 15 Uhr kehrten Einsatzkräfte zur Brandnachschau erneut in die Lindenstraße zurück und gaben Entwarnung. „Es konnten keine Glutnester mehr festgestellt werden, die Einsatzstelle war kalt“, heißt es im Bericht der Feuerwehr.
Nur rund eine Stunde später ging es für 21 Kräfte weiter in die Gottlieb-Duttenhöfer-Straße. Dort war Essen auf dem Herd angebrannt und hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst.
Auch die Personensuche ließ die Feuerwehr im weiteren Verlauf des Tages nicht los. Aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse wurden die Haßlocher erneut angefordert. Mit Booten kontrollierten die Einsatzkräfte den Bereich rund um die Wehlachweiher sowie den Rehbach. Außerdem wurde das Gebiet in Richtung Iggelheim großflächig abgesucht. Unterstützung kam dabei unter anderem von Flächensuchhunden der Hundestaffel aus Frankenthal sowie von einer Drohne.
13 Fahrzeuge im Einsatz
Ein letztes Mal wurden die Haßlocher Einsatzkräfte am Abend alarmiert: In der Ohliggasse hatte in einem Wohnhaus ein Gasmelder im Keller ausgelöst. Glücklicherweise stellte sich ein technischer Defekt als Ursache heraus, ein Gasaustritt wurde nicht festgestellt.
Nach Angaben von Himmighöfer waren bei den verschiedenen Einsätzen insgesamt 13 Einsatzfahrzeuge sowie zwei private Quads von Feuerwehrangehörigen im Einsatz. Die letzten Kräfte hätten das Gerätehaus erst gegen 21 Uhr verlassen, nachdem alle Geräte und Fahrzeuge wieder bereit für den nächsten Einsatz gemacht worden waren.