Kommentar Eine Wasserballreform zum Nachteil der Kleinen

Die Ligenreform benachteiligt den SC Neustadt (hier Luis Ananias).
Die Ligenreform benachteiligt den SC Neustadt (hier Luis Ananias).

Auch die kleineren Clubs brauchen Geldgeber. Die neue Ligeneinteilung lässt sie im Stich.

Der SC Neustadt hat in den vergangenen Jahren erstaunliche Erfolge in der Nachwuchsarbeit und in der 2. Liga Süd vorzuweisen. Dennoch ist es logisch, dass der Schwimmclub nicht mit den erfolgreichen Ostvereinen mit entsprechenden Wasserball-Stützpunkten oder mit einigen Clubs aus dem Süden, die ihr Reservoir aus den Ballungszentren auffüllen, mithalten kann. Die Reform wird den kleineren Vereinen nicht helfen, auch mal in die höchsten Gefilde aufzusteigen oder mit den Juniorenteams gegen die starken Nachwuchskräfte der Bundesligisten in einer Endrunde zu bestehen.

Dabei hat der SCN vorgemacht, wie Kooperation aussehen könnte, als etwa Matteo Ananias eine Saison lang bei Cannstatt spielte und dort mit der U16-Jugend deutscher Meister wurde. Die Spieler der U18, die aus dem Juniorenbereich rauswachsen, erhalten ihre Chance im SCN-Männerteam.

Was die kleineren Clubs brauchen, sind Geldgeber. Doch mit der neuen Ligeneinteilung scheint das noch schwieriger zu werden.

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