Neustadt „Eine Oase der Ruhe“
Der Deidesheimer Schlossgraben soll eine „Ruhe- und Erholungszone“ bleiben. Das haben die Mitglieder des Stadtrats einstimmig in einer Sitzung am Dienstag beschlossen. Eine Entscheidung für eines der beiden vorliegenden Konzepte zur Neugestaltung soll erst getroffen werden, wenn Stellungnahmen der Naturschutz- und der Denkmalschutzbehörde vorliegen.
Klar sei inzwischen, dass die Kosten für die Umsetzung eines der beiden Konzepte jeweils etwa 100.000 Euro betragen werden, sagte Bürgermeister Manfred Dörr (CDU). Günter Dörr (FWG) verwies darauf, dass mit der angekündigten Hilfe von Bürgern Geld gespart werden könne. Bevor die Stadt im Schlossgraben tätig werden könne, müsse die angrenzende Sandsteinmauer eines Privatmanns saniert werden. Laut Manfred Dörr sind die Vorbereitungen getroffen, doch stehe die Zustimmung der bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim angesiedelten unteren Denkmalschutzbehörde aus. Dörr regte an, einen Grundsatzbeschluss über die künftige Nutzung des Schlossgrabens zu treffen. Er erinnerte daran, dass das Gelände in den 1970er-Jahren als „Oase der Ruhe in der Altstadt“ angelegt worden sei. Es sei zu entscheiden, ob der Schlossgraben dies bleiben solle oder ob hier Veranstaltungen ausgerichtet sollen. Diese Entscheidung habe Auswirkungen auf die Gestaltung, sagte Dörr. Die Ratsmitglieder waren sich einig, dass im Schlossgraben nur in Ausnahmefällen kleinere Veranstaltungen, etwa in Zusammenhang mit der Turmschreiberei, stattfinden sollen. Konsens gab es auch bezüglich der geplanten Neugestaltung des Stadtgartens zwischen Caritas-Altenzentrum und Steigenberger Hotel. In Kürze soll die Stadtgärtnerei damit beginnen, die oberen Terrassen am Hügel zu entfernen, dort die Bepflanzung zu erneuern und neue Bänke aufzustellen. Für die Arbeiten sei Geld im Haushalt, eine Spende von 5000 Euro stehe zur Verfügung, so Dörr. Für die weiteren Arbeiten müsse Geld in den Haushalt 2019 oder der folgenden Jahre eingeplant werden. Im nächsten Schritt sollen die Pfeiler der Holzbrücke ersetzt und der Landschaftsweiher saniert werden. Vom Tisch sind die Überlegungen, die Brücke zu kürzen oder mit zwei Plattformen zu ersetzen. Das würde zu teuer, so Dörr. Auch werde die Brücke von den Bewohnern des Altenzentrums gern genutzt, sagte Gabriele Zürker (Grüne). Laut einer Schätzung kosten neue Brückenpfeiler zwischen 15.000 und 35.000 Euro, dazu kommen die Kosten für die Weihersanierung. In weiteren Schritten sollen der westliche und östliche Weg saniert werden. Die Kosten dafür werden auf rund 42.000 Euro geschätzt.