Neustadt Eine kleine Erfolgsgeschichte

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Neustadt. Die Erfolgsgeschichte der Kurpfalzkonzerte – einer Kooperation zwischen der Musikhochschule Mannheim und der Stadt Neustadt – hat sich auch in der 18. Saison fortgesetzt. Dies betonten Ehrhard Wetz, Vizepräsident der Mannheimer Hochschule, Kulturdezernent Ingo Röthlingshöfer (CDU) und Wolfgang Dinges, Leiter des Neustadter Kulturamts, bei der Vorstellung des Programms für die Saison 2015/16: Mit insgesamt 4524 Besuchern bei sechs Veranstaltungen – im Schnitt 754 pro Veranstaltung – seien die Zuschauerzahlen nach dem Rekord im Vorjahr erneut gestiegen (wir berichteten vorgestern). Auch die Zahl der Abonnenten habe sich im Vergleich zum Saison 2013/14 von 429 auf 514 erhöht, so Dinges. Erhöht haben sich in der kommenden Saison nach vielen Jahren allerdings auch die Eintrittspreise – doch in moderatem Umfang, wie Röthlingshöfer betont: Die gestiegenen Kosten für den Saalbau müssten bezahlt werden. Mehrerlöse würden aber zudem auch an die Musikhochschule zur Nachwuchsförderung weitergegeben, um die Kooperation der Partner weiter zu zementieren. Die Preise für Orchester, Ballett und Oper wurden so von fünf auf sieben Euro, die für Kammermusik von drei auf fünf und die für das Abonnement aller sechs Konzerte von 15 auf 20 Euro angehoben. „Das wird sicher nicht dazu führen, dass sich die Kultur zum Luxusgut entwickeln wird“, sagt Röthlingshöfer. Nichts geändert hat sich indes das Konzept der Kurpfalzkonzerte, das einerseits das Publikum der Zukunft mit den Darbietungen klassischer Musik und des Tanzes heranführen, andererseits dem musikalischen Nachwuchs der Mannheimer Hochschule die Möglichkeit dazu bieten soll, vor großem Publikum Bühnenerfahrung zu sammeln. Auch der frühe Konzertbeginn um 18 Uhr und der Verzicht auf „Abendgarderobenzwang“ sollen mit dazu beitragen, dass auch Familien nicht vom Kulturgenuss ausgeschlossen werden. Besonders großen Zuspruch erwarten die Veranstalter wie immer beim Ballettabend, der in diesem Jahr am Dienstag, 9. Februar 2016 stattfindet: Wie schon in den Vorjahren werden die Studierenden der Akademie des Tanzes unter der Leitung von Prof. Birgit Keil anhand der Fächer Charakter, klassischer, moderner und spanischer Tanz ihre Weiterentwicklung von Technik und künstlerischer Präsentation demonstrieren. Keils Dramaturgie sieht in der Aufführung vor, dass zu Beginn des Abends jüngere Teilnehmer, gegen Ende die potenziellen Examenskandidaten auf der Bühne stehen werden, erklärte Metz. Wegen des zu erwartenden Andrangs empfiehlt er, sich die Karten für den Abend frühzeitig zu sichern. Zweimal ist das Sinfonieorchester der Hochschule unter der Leitung von Prof. Klaus Arp zu Gast: Zum Beginn der Saison am 13. Oktober stehen unter dem Motto „Von Egmont bis Eulenspiegel“ Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu Egmont op. 84, Karol Szymanowskis Violinkonzert Nr. 2 op. 61, Jean Sibelius’ Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105 und Richard Strauss’ Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 auf dem Programm. Der mit populären wie weniger bekannten Werken bewusst gegensätzlich gestaltete Abend ist gleichzeitig eine postume Hommage an den jüngst verstorbenen Professor der Solistin des Zweiten Violinkonzerts von Szymanowski, Marie-Claudine Papadopoulos: Sie spielt damit ein Stück aus dem Repertoire ihres Examensprogramms bei Prof. Roman Nodel. Ein „Renner“ der klassischen Musik ist dagegen der Eulenspiegel von Richard Strauss: „Freuen wir uns also auf gute Musik jeglicher Couleur“, sagt Wetz. „Saitenklänge“ mit Studierenden der Fachgruppe Saiteninstrumente stehen dann am 24. November auf dem Konzertprogramm. Die jungen Musiker gewähren dabei Einblicke in das reiche Repertoire der Streich- und Zupfinstrumente – man denke nur an die Harfe – und interpretieren Meisterwerke von Barock bis Moderne. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Ensembles Mannheimer Schlagwerk sind dann am 8. Dezember die Studierenden der Schlagzeugklasse von Prof. Dennis Kuhn zu Gast im Saalbau. Ausgehend vom Debüt des Schlagwerks in der Mannheimer Feuerwache in den 1990er Jahren hat sich das Mannheimer Schlagwerk mittlerweile europaweit als renommiertes Spitzenensemble etabliert. Dies es kann inzwischen zudem auf eine eindrucksvolle Diskographie verweisen. Der zweite Auftritt des Sinfonieorchesters findet am 22. März statt, diesmal mit Igor Stravinskys Bläsersinfonie, Arnold Schönbergs Verklärter Nacht op. 4 und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, besser bekannt als „Eroica“. Bläser, Streicher und Orchester kommen bei diesem Programm gleichermaßen zum Zuge, bieten unter dem Motto „Zwischen Romantik und Moderne“ an einem Abend zugleich sachliche, romantische und heroische Töne. Die Saison endet am 10. Mai mit einem „Best of“-Programm der Studierenden der Fachgruppe Gesang und einem abwechslungsreichen szenischen Opernprogramm mit Klavierbegleitung. „Nach zwei Jahren des Bangens ist die Zukunft der Mannheimer Musikhochschule gesichert“, sagt Wetz: „Den frischen Wind, der damit einhergeht, wollen wir auch nach Neustadt bringen, denn nicht zuletzt der Zuspruch aus der Stadt unserer liebgewonnen Spielstätte hat zum Erhalt unseres Instituts beigetragen“, betonte der Vizepräsident der Mannheimer Hochschule. In diesem Zusammenhang dankte er dem Neustadter Publikum ebenso wie der Kulturabteilung und dem langjährigen Sponsor der Veranstaltungsreihe, der VR Bank Südpfalz. Karten Karten – der Vorverkauf startet am Dienstag, 1. September – gibt es in den Räumen der Kulturabteilung der Stadt Neustadt, Friedrichstraße 1, Telefon 06321/855-404, an der Abendkasse sowie im Internet unter der Adresse www.ticket-regional.de.

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