Neustadt „Eine interessante, aber auch anstrengende Zeit“
Rund 50 begeisterte Freunde, Bekannte und Fans aus der Verbandsgemeinde Deidesheim feierten die pfälzische Weinprinzessin Alisa Weber (20) aus Niederkirchen nach der Wahlveranstaltung am Freitagabend bei einem Umtrunk im Weingut Bach-Frobin. Alisa hatte vorab dazu eingeladen, unabhängig davon, wie die Wahl um das Amt der Pfälzer Weinkönigin ausfällt.
Es war knapp, denn alle acht Bewerberinnen schlugen sich am Wahlabend im Neustadter Saalbau hervorragend. Allerdings konnte nur eine die Nachfolge von Anastasia Kronauer aus Lachen-Speyerdorf antreten. Und das wurde, nach der Stichwahl gegen Edenkobenerin Nina Oberhofer, Inga Storck aus Einselthum. Die sieben anderen Kandidatinnen sind nun für ein Jahr lang pfälzische Weinprinzessinnen, darunter auch Alisa Weber. Sie war 2016/2017 Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Deidesheim. Schon um 23.30 Uhr fanden sich die ersten Anhänger von Alisa, die nicht im Saalbau dabei sein konnten, im Weingut Bach-Frobin ein. Das Ergebnis war bereits bekannt, doch freuten sich alle auf ihre Weinprinzessin. Darunter auch Ortsbürgermeister Josef Seckinger und Mitglieder der Niederkirchener Feuerwehr. Kurz vor Mitternacht traf dann der Tross aus Neustadt ein. Alisa, mit der silbernen Weinkrone, wurde von ihrer Gefolgschaft – alle im zünftigen „Wir-sind-Alisa-T-Shirt – zum Thron geführt. „Wir sind megastolz“, versichert Alisas Mama Martina der versammelten Runde. In der Hand schwenkt sie das rosa Köfferchen, in dem die Krone aufbewahrt wird. Die Stimmung in Neustadt sei sehr gut gewesen, alle acht Bewerberinnen absolut klasse. Papa Klaus hat während des ganzen Wahlabends um sein Töchterchen gebangt. „Sie hat sich ganz souverän auf der Bühne geschlagen“, erzählt er stolz. Er hätte sich das nicht getraut. Alisa ist jetzt vor allem erleichtert. „Es war eine interessante, aber auch anstrengende Zeit“, gesteht sie. Und sie ist dankbar dafür, dass ihre Familie sie die ganze Zeit ertragen habe. Am aufregendsten fand sie die Vorstellungsrunde. Hier punktete sie mit ihren flotten Sprüchen. Auf die Frage, was sie an Frauen so schätze, antwortete Alisa: „Dass sie zu ihren Macken stehen!“ Worauf sie gleich gefragt wurde, welche Macken sie denn habe. „Keine!“, war ihre kesse Antwort. Vor allem gehört ihr Dank dem Weingut Bach-Frobin, das Alisa während ihrer Amtszeit unterstützt und ihr jetzt auch den kleinen Empfang ermöglicht habe. Beide Familien sind bereits über ihre Großväter befreundet. Bis drei Uhr morgens dauerte der Umtrunk. Am gleichen Tag stand mit der Großen Pfalzweinprobe der Weinbruderschaft der Pfalz in Neustadt gleich der erste Termin an. Am Sonntag folgte der Festumzug. Heute, Montag, treffen sich alle acht Weinhoheiten und erhalten die Termineinteilung für die kommende Zeit. Alisas Freund Louis sieht es gelassen, dass sein Mädel so viel unterwegs ist. Denn er wird sie oft begleiten. Das Duo „Mundwerk“ sorgte für Musik auf der Feier. Dazu durfte auch nicht das für die RosAlisa-Weinprobe im Frühjahr selbst geschriebene Überraschungslied über die Vorzüge der Pfalz und der Pfälzer Lebensart fehlen. Es ist in Niederkirchen schon zum Hit geworden. Die Gemeinde plant einen Empfang für ihre Weinprinzessin. Ein Termin stehe jedoch noch nicht fest, so der Bürgermeister.