Neustadt Ein unbeständiger Gastgeber für Haßloch

«Hassloch.» In Haßloch freut man sich bereits auf das in einer Woche am Eichelgarten angesetzte Derby zwischen den beiden Fußball-Bezirksligisten aus dem Großdorf. Aber zuvor haben diese beiden Mannschaften noch jeweils ein anderes schweres Spiel zu absolvieren. Der VfB gastiert bereits heute, Donnerstag, 19.30 Uhr, beim FV Freinsheim. Der 1. FC 08 empfängt am Sonntag, 15 Uhr, den FC Lustadt an der Adam-Stegerwald-Straße.
Die Saison 2017/2018 befindet sich immer noch in einem frühen Stadium, aber der VfB Haßloch läuft langsam Gefahr, bald im untersten Tabellenbereich der Bezirksliga Vorderpfalz festzusitzen. Nachdem die Mannschaft von VfB-Trainer Frank Lieberknecht am vergangenen Sonntag durch eine 0:4-Heimniederlage gegen den definitiv nicht zu den Spitzenteams zählenden SV Ruchheim ihr bisher blamabelstes Ergebnis erzielt hatte, belegt sie nun punktgleich mit identischem Torverhältnis gemeinsam mit dem SV Südwest Ludwigshafen den vorletzten Rang. Ihr heutiger Gastgeber FV Freinsheim präsentierte sich bisher als sehr unbeständig. Siegen gegen den 1. FC 08 Haßloch und bei der FG 08 Mutterstadt sowie einem beachtlichen 1:1- Unentschieden gegen den Aufstiegsfavoriten SV Büchelberg, für den dieses Remis die ersten Punktverluste bedeutete, stehen Niederlagen im Derby beim SV Weisenheim am Sand, zu Hause gegen TuS Altleiningen und zuletzt in Lustadt gegenüber. Die Freinsheimer haben jedenfalls viele erfahrene Einzelspieler in ihrem Kader und mit Udo Schröck einen sehr ehrgeizigen Trainer an der Seitenlinie. Er empfindet Niederlagen seines Teams fast schon als eine persönliche Beleidigung. Die 08er bekamen außerdem am zweiten Spieltag bei ihrer 0:1-Niederlage in Freinsheim zu spüren, zu welchem Kraftakt der FVF am Ende noch in der Lage ist. Wenn beim VfB heute nicht alles passt, dürfte es deshalb auch beim Tabellenzehnten schwer sein zu punkten. Wie für den FV Freinsheim wechselten sich auch beim 1. FC 08 Haßloch Freud und Leid zuletzt ständig ab. Nach der Heimniederlage gegen Mutterstadt und der deutlichen Schlappe im Verbandspokalspiel gegen den Landesligisten FSV Offenbach hatte wohl niemand damit gerechnet, dass die Elf von Coach Christian Lederle ihren Coup aus dem Vorjahr, beim SV Büchelberg zu siegen, wiederholen könnte. Dabei machten sie sogar noch spannender als bei ihrem ersten Gastspiel im Bienwald: Zunächst geriet sie mit 0:1 in Rückstand und siegte dann dennoch. Die späten Treffer von Jens Rehhäußer (88.), der damit nach seiner Verletzungspause ein perfektes Comeback gegeben hat, und von George Yalman in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg beweisen zum einen, dass die Moral stimmt. Zum anderen zeigt es, dass die Mannschaft tatsächlich in der Lage ist, wieder oben mitzuspielen, wenn sie konstant solche Leistungen abruft. Durch ihren Erfolg in der Südpfalz machten die Haßlocher es jedenfalls im oberen Tabellenbereich wieder richtig spannend. Oben befindet sich nun ein Quartett (TSG Jockgrim, TSV Fortuna Billigheim/Ingenheim, SV Büchelberg, FV Berghausen) mit jeweils zehn Punkten. Die 08er haben die Möglichkeit, bei derzeit drei Zählern weniger mit einem Heimsieg gegen den FC Lustadt den Anschluss nach oben zu halten. Dies hat aber auch der FCL vor. Dessen Ausgangsposition ist als Tabellensechster mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Jockgrim sogar noch besser.