Neustadt „Ein Segen für die Neustadter Kulturlandschaft“

Dank an Hansjürgen Hoffmann (Mitte) von den Meistersängern: (von links) LanLan Zhang, Yanqiao Shi, Sabrina Reidt, Yi Xing Huang.
Dank an Hansjürgen Hoffmann (Mitte) von den Meistersängern: (von links) LanLan Zhang, Yanqiao Shi, Sabrina Reidt, Yi Xing Huang.

«Neustadt-Mussbach.» Nein, er hat es nicht getan: Hansjürgen Hoffmann, Vorsitzender des Stadtverbands für Kultur, hat sich gestern im Herrenhof den Kulturpreis des Stadtverbands für Kultur, der in diesem Jahr an ihn vergeben wurde, nicht selbst überreicht. Sein Stellvertreter Wolfgang Glass hat das übernommen.

Bei Preisverleihungen wird immer viel gelobt und nur Gutes über den Preisträger gesagt, doch beim gestrigen Festakt war das Lob ganz besonders überschwänglich. Hoffmann habe „herausragende Verdienste um die Kultur erworben“, sagte Lutz Frisch. Der frühere Neustadter Kulturdezernent und CDU-Landtagsabgeordnete hatte die Aufgabe des Laudators übernommen. Frisch erinnerte an die Chöre, die der 76-jährige Hoffmann im Lauf seines Lebens geleitet und teils auch gegründet hat. Zwölf waren es, bei zwei ist er nach wie vor Dirigent. Hoffmann sei nicht nur Chor-, sondern auch Reiseleiter gewesen, denn mit seinen Chören ist er durch die ganze Welt gereist, so Frisch. Frisch lobte nicht nur den Chorleiter, sondern auch den Vorsitzenden Hoffmann. Seit 1997 steht er an der Spitze des damals gegründeten Stadtverbands für Kultur und seit 2004 ist er Vorsitzender des Förderkreises Neustadter Meistersingerkurse. Auch ist Hoffmann Mitglied im Kulturausschuss des Stadtrats und hatte Funktionen im Chorverband der Pfalz. Frisch bezeichnete den neuen Kulturpreis-Träger als „einen Segen für die Neustadter Kulturlandschaft“ und beschrieb Hoffmann mit einer langen Liste von positiven Eigenschaften und Tugenden wie Sachverstand, Souveränität, leidenschaftliches Engagement, natürliche Autorität. Und Frisch wunderte sich, dass Hoffmann neben seinem Beruf als Lehrer und später als Mitarbeiter der Schulaufsicht der Bezirksregierung Zeit für so viele andere Aktivitäten hatte. Darüber wunderte sich auch Oberbürgermeister Hans Georg Löffler (CDU). Der war eigentlich gar nicht als Redner vorgesehen, da aber der für Glückwünsche eingeplante Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) noch bei einem anderen Termin war, sprang Löffler in die Bresche. Was er gern tat, schließlich kennt er Hoffmann schon aus Studentenverbindungszeiten. „Die Stadt kann sich freuen, eine Person zu haben, die sich so für Kultur begeistert“, sagte Löffler. Hoffmann habe den Kulturpreis „verdient wie sonst niemand“, meinte der OB. Eigentlich hätte Hoffmann den Preis „schon vor 20 Jahren erhalten können“, aber er habe immer „bescheiden Anderen den Vortritt gelassen“, sagte Wolfgang Glass. „Kulturdezernenten und Oberbürgermeister kommen und gehen, aber der Hansjürgen Hoffmann, der bleibt bestehen“, kommentierte Löffler, dass Hoffmann in der Amtszeit mehrerer Verwaltungschefs und Kulturdezernenten aktiv war. Einige von ihnen waren bei der Preisverleihung. In der Minute, in der Löffler auf die Bühne ging, kam auch der derzeitige Kulturdezernent Röthlingshöfer und sagte, dass Hoffmann ihm „den Einstieg in die Kulturszene massiv erleichtert hat“. Heiko Götz, Regionaldirektor der VR Bank Südpfalz, überreichte einen Scheck über das Preisgeld von 1500 Euro. Das Geld ist von der VR Bank Südpfalz. Höhepunkt des Festakts waren musikalische Darbietungen von Yanqiao Shi, LanLan Zhang, Sabrina Reidt, YiXing Huang und Stefan Zekic, alle Teilnehmer des diesjährigen Meistersingerkurses.

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