Neustadt „Ein Schmuckstück in der Stadt“

Der Geißbock in der Säule des Lindenbrunnens verweist auf die Verbundenheit Lambrechts zu Deidesheim.
Der Geißbock in der Säule des Lindenbrunnens verweist auf die Verbundenheit Lambrechts zu Deidesheim.

Mit einem Stehempfang gedachte die „Bürgerinitiative Lindenbrunnen“ der Neuerrichtung des Lindenbrunnens vor 50 Jahren. Dies wurde damals bei einem großen Brunnenfest gefeiert. Der Brunnen sei nach wie vor ein Schmuckstück in der Stadt, betonte der Sprecher der Bürgerinitiative, Günther Semmelsberger, in seiner Ansprache.

Der Brunnen habe viel mit der Geschichte Lambrechts zu tun. So zeige die Brunnensäule nicht nur das Stadtwappen, sondern auch einen Geißbock mit der Jahreszahl 1404, was auf die Geißbockgeschichte und die Verbundenheit mit Deidesheim verweise. Ein Spinnrad symbolisiert die wallonische Tuchmacherei. Zum Einweihungsfest 1967 bemerkte Semmelsberger, dass es an diesem Tag um den Brunnen hoch her gegangen sei, alle verfügbaren Sitzgelegenheiten seien aus den Häusern angeschleppt worden, um den Besuchern Platz zum Feiern zu bieten. Das Lindenbrunnenfest wurde alle zwei Jahre eine Woche nach der Lambrechter Kerwe wiederholt, abwechselnd mit dem Gartenstraßenfest der Blumenfreunde. In den vergangenen Jahren habe die Bereitschaft der Anwohner, den Brunnen zu pflegen und ein Brunnenfest zu feiern, nachgelassen. Das habe auch mit dem Älterwerden der Helfer zu tun, mit gesellschaftlichen Veränderungen und auch Veränderungen im Wohnumfeld. Hier spiele die Tatsache mit, dass ehrenamtliches Engagement immer mehr nachlasse, so Semmelsberger. Nachdem der Kreis der Helfer immer kleiner geworden sei, habe man sich entschlossen, zum 50-jährigen Bestehen auch das letzte Brunnenfest mit einem Stehempfang zu veranstalten. Mit Dank einerseits, aber auch mit Wehmuts. Denn zum Jahresende werde der Lindenbrunnen in die Obhut der Stadt zurückgegeben. Mit einem Teil des noch vorhandenen Guthabens wurden in den beiden vergangenen Wochen die „Dreispitz“, eine kleine Anlage auf der Ecke Wergen/Häuselgarten, mit Hilfe des Bauhofs und der Gärtnerei Braun neu angelegt und auch eine Hundetoilette installiert. Der Sprecher der Bürgerinitiative bedankte sich bei allen, die in den vergangenen 50 Jahren bei der Pflege der Brunnenanlage und den Brunnenfesten mitgeholfen haben. Ein besonderer Dank galt der Gärtnerei Bernhard Braun, die bei allen Festen nicht nur mitgeholfen habe, sondern auch die Garagen und den Platz vor den Garagen zur Verfügung gestellt habe. Die Stadtbeigeordnete Tanja Bundenthal-Beck bedankte sich für die Arbeit der Bürgerinitiative in dieser Anlage, die eine Aufwertung für die Stadt bedeute. Sie versprach, dass sich die Stadt um die Brunnenanlage kümmern werde.

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