Neustadt Ein Leben für die Sparkasse

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Wenn Hermann Wintergerst zum Jahresende in den Ruhestand geht, kann er auf stolze 46 Jahre im Dienst der Sparkasse zurückblicken. Der 63-jährige langjährige Leiter der Abteilung Betriebsorganisation bei der Sparkasse Südliche Weinstraße in Landau, startete als 17-jähriger seine Berufslaufbahn.

Am 1. August 1969 begann Wintergerst bei der damaligen Kreis- und Stadtsparkasse Edenkoben seine Ausbildung zum Bankkaufmann. Damit erfüllte er sich seinen Berufswunsch, denn schon früh hatte er sich entschieden, „irgendetwas“ im kaufmännischen Bereich anzustreben. Schon nach zwei Jahren absolvierte Wintergerst die Prüfung, deutlich früher als viele andere. Anschließend war er einige Jahre am Markt tätig, zum Beispiel im Schalterbereich. Den direkten Kontakt zu den Kunden hielt er auch in einer heute fast vergessenen Tätigkeit: So war er in vielen Dörfern der Region als Betreiber einer „rollenden Geschäftsstelle“ der Sparkasse bekannt. Anschließend beteiligte er sich maßgeblich am Aufbau der Abteilung Revision der Sparkasse Edenkoben. 1975/76 bildete er sich in Mainz zum Sparkassenbetriebswirt weiter, bis er 1982 in der Abteilung Organisation seine Berufung fand. Hier optimierte er Arbeitsabläufe, hatte mit dem Bau und der Verwaltung von Gebäuden zu tun und trug nicht zuletzt auch Verantwortung für die EDV im Haus. 1990 fusionierten die Sparkassen Annweiler-Bad Bergzabern, Edenkoben und Landau zur Sparkasse SÜW. Hier übernahm Wintergerst die Abteilung Betriebsorganisation. . Reinhard Becker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse SÜW, attestierte Wintergerst ein vertrauensvolles Miteinander und Freundlichkeit im Umgang mit Kollegen. Ob es ihm im Ruhestand langweilig werden wird? „Sicher nicht. Wir haben ja unser Haus mit einem großen Garten“, sagt der Vater einer Tochter, der seit 1978 mit seiner Frau Martina in Kirrweiler lebt. Er könne sich auch vorstellen, musikalisch einzusteigen – „vielleicht an der Gitarre oder am Saxofon“. Der gebürtige Venninger engagierte er sich als Darsteller beim „Stationentheater“ und ist jetzt im Projekt „Theaterspaziergang“ dabei. Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört er dem Vorstand des Elisabethenvereins an. Sein Beruf prädestiniert ihn schon seit Jahren als Kirchenrechner. Erst vor Kurzem wurde er in den Verwaltungsrat und den Gemeindeausschuss der katholischen Kirchengemeinde gewählt. Politisch unterstützt er die örtliche Bürgerliste. (lam)

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