Neustadt Ein fast schon eingespieltes Team
Mit einem feierlichen Erntedank-Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Ulrich in Deidesheim ist der neue Kaplan Naigin Joseph aus Indien am Sonntag in sein Amt eingeführt worden.
Noch kurz vor dem Gottesdienst wird letzte Hand angelegt für den feierlichen Einzug zum Erntedank und die Einführung des neuen Kaplans Pater Naigin Joseph aus Indien. Er wird in der Pfarrei St. Ulrich mit ihren angeschlossenen Pfarreien in Meckenheim, Ruppertsberg, Niederkirchen und Forst zukünftig Dienst tun. Kinder und Erwachsene bringen Körbe mit Wein und Blumen, Sakristanin Gabriele Schäffer zündet die Kerzen an. Währenddessen bereiten sich Stadtpfarrer Bernhard Braun und ein noch etwas angespannter Pater Naigin in der Sakristei auf den Gottesdienst vor. Der Kaplan wird später aus dem Markus-Evangelium lesen, Braun wird dazu predigen. Beide verstehen sich offenbar bereits gut und wollen ab nächsten Sonntag, wenn Pater Naigin seine Studien im Herz-Jesu-Kloster abgeschlossen hat, ein eingespieltes seelsorgerisches Team für Deidesheim bilden. Freudig greift die Organistin und Leiterin des Kirchenchors St. Cäcilia, Marie-Luise Birkhofer, zum feierlichen Einzug der Geistlichen sowie der Messdienerinnen und Messdiener in die Orgeltasten und begleitet den Gesang der zahlreichen Gottesdienstbesucher wie auch später Kantor Dieter Noppenberger. Braun segnet „die reichen Gaben der Ernte“, bevor Pater Naigin mit herzlichem Applaus von seiner neuen Kirchengemeinde willkommen geheißen wird. Nachdem Lektorin Maria Hahn aus dem Buch der Weisheit die Botschaft, Weisheit und Klugheit höher zu achten als materielle Reichtümer, verlesen hat, erinnert Pater Naigin an die Einhaltung der Gebote. Seine Worte kommen zunächst suchend, dann klar und flüssig. Naigin erzählt von der Begegnung Jesu’ mit einem reichen, jungen Mann, der Jesus fragt, wie er das ewige Leben erreichen könne. Er solle seine irdischen Güter an die Armen verteilen, da es für Reiche schwer sein werde, ins Reich Gottes zu kommen, antwortet der Gefragte. Eine Botschaft, die Braun interpretiert als Absage an Habsucht und Geiz, verbunden mit der Aufforderung, zu Jesus in ein gelungenes Leben als freier Mensch aufzubrechen. Als Willkommensgruß erhält Naigin nach indischem Brauch einen Schal für ein glückliches, gemeinsames Wirken. Der Pfarrgemeinderat heißt ihn besonders willkommen. Nach dem Gottesdienst wird der Pater bei einem kleinen Umtrunk vor der Kirche noch einmal zwanglos in der ganzen Gemeinde begrüßt. (aew)