Neustadt Eigener Ermittler für Unfallflucht

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Im Jahr 2015 wurden insgesamt 290 Verkehrsunfälle gemeldet, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeute. Dies hat Polizeihauptkommissar Matthias Schramm von der Polizeiinspektion Haßloch dem Verbandsgemeinderat Deidesheim zur Unfallstatistik berichtet.

Ein eindeutig räumlicher Häufigkeitsschwerpunkt konnte dabei nicht festgestellt werden, so Schramm. Auch die kritische Anschlussstelle der Bundesstraße 271 bei Deidesheim/Niederkirchen weise in dem Jahr keine Auffälligkeit auf. Bei den 34 Unfällen mit Verletzten, gab es neun mit zehn Schwerverletzten und 25 Unfälle mit 32 Leichtverletzten. Bei einem Überholvorgang auf der Bundesstraße 271 kam auch ein Mensch ums Leben. Häufigste Unfallursache waren ungenügender Seitenabstand und Schwierigkeiten beim Einparken Danach folgten Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren und schließlich unangepasste Geschwindigkeit und Missachtung der Vorfahrt. Es gab auch keine Auffälligkeit bezüglich bestimmter Risikogruppen oder Unfallkonstellationen. Bedauerlich hoch sei, bei vorwiegend belanglosen Unfällen, die Unfallfluchtrate, erwähnte Schramm. Seit ungefähr zwei Monaten nehme sich ein Kollege speziell dieser Fälle an. „Damit hat sich die Aufklärungsrate deutlich verbessert“, gibt der Polizeihauptkommissar zu bedenken. Die Entwicklung an der Unfallhäufungsstelle der Bundesstraße 271 bei Deidesheim/Niederkirchen zeige seit dem Jahr 2010 mit zwölf, gegenüber 2015 mit neun Unfällen eine leichte Situationsverbesserung. Jedoch brachten kurzfristig umgesetzte Maßnahmen, wie auffällige Beschilderung und Fahrbahnmarkierungen nur vorübergehenden Erfolg. Deshalb werde nun durch den Landesbetrieb Mobilität Speyer (LBM) ein kreuzungsfreier Ausbau dieser Stelle angestrebt. Auf dem gefährlichen Streckenabschnitt wurden in den vergangenen Jahren nur selten Geschwindigkeitskontrollen mit Radarwagen vorgenommen. Die Polizeiinspektion Haßloch verfügt nur über eine Laserpistole, mit der man diese Stelle nicht optimal kontrollieren könne. Per Definition gilt als Unfallschwerpunkt, wenn bei einem Knotenpunkt oder kurzen Straßenabschnitt bei den Zahlen gleicher Unfalltypen oder Unfällen gleicher Ursache ein bestimmter Wert überschritten wird. (vnl)

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