Neustadt „Ehrenamtlich nicht zu leisten“

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Neustadt. Beim Kultursommer 2015 werde es weniger Veranstaltungen als im vergangenen Jahr geben, sagte Hansjürgen Hoffmann, Vorsitzender des Stadtverbands für Kultur, bei der Mitgliederversammlung am Dienstag. Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) äußerte sich ausweichend zu der Forderung bei der Stadtverwaltung, eine halbe Stelle zur Koordination kultureller Aktivitäten einzurichten.

Der Kulturverein Wespennest werde in diesem Jahr den Kulturpreis bekommen, teilte Hoffmann mit. Die Verleihung sei für 20. September, 11 Uhr, im Casimirianum geplant. Der Kultursommer beinhalte ohnehin geplante kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten, die „eigens wegen des Kultursommers angeboten werden“. Die Zahl der Veranstaltungen sei geringer als im vergangenen Jahr, so Hoffmann. Auch hätten für die Veranstaltung „Kultur am Bach“, die als Teil des Kultursommer von Vereinen gestaltet werden soll, nur wenige Vereine ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. „Bisher wird der überwiegende Teil der für diesen Tag geplanten Aktivitäten vom Kunstverein organisiert“, berichtete Wolfgang Glass, stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbands für Kultur und Vorsitzender des Kunstvereins. Bei dem Kulturforum, zu dem die Stadtverwaltung kürzlich eingeladen hatte (die RHEINPFALZ berichtete), sei deutlich geworden, dass sich viele eine engere Verknüpfung des kulturellen Angebots wünschten, erinnerte Walter Kuhn, Beiratsmitglied des Stadtverbands. Ebenso sei eine engere Vernetzung der Jugendarbeit im Bereich Kultur gewünscht worden. Das sei ehrenamtlich nicht zu leisten: „Die Stadt ist in der Pflicht hier einen Beitrag zu bringen“, forderte Kuhn. Er und Mitglieder des Stadtverbands für Kultur forderten eine Koordinierungsstelle bei der Stadtverwaltung einzurichten, die mit einer Halbtagskraft besetzt werden soll. Röthlingshöfer, der 90 Minuten zu spät zu dem mit ihm vereinbarten Termin kam und deshalb an der eigentlichen Versammlung nicht teilnahm, sagte, dass man darüber und auch über die Bedeutung von Kultur für die Stadt „politisch diskutieren“ müsse. Zwar sei das Kulturforum noch nicht ausgewertet, doch könne man Schwerpunkte der Ergebnisse nennen, erklärte Röthlingshöfer. Das seien eine bessere Vernetzung und mehr Jugendarbeit im kulturellen Bereich, außerdem eine stärkere Vermarktung der Kultur und mehr Großveranstaltungen. Vergabe des Kulturpreises, Koordination der Rathaus-Konzerte, Organisation eines Konzerts Jugend musiziert, nannte Hoffmann als einige Aktivitäten des Stadtverbands für Kultur im vergangenen Jahr. Außerdem habe der Stadtverband über die Verteilung der Fördermittel der Stadt für kulturelle Organisationen mitentschieden. Wie der bisherige Kassierer Jürgen Jacoby berichtete, hat der Stadtverband ein Vermögen von rund 44.000 Euro. Als Nachfolger von Jacoby, der 2014 nur für ein Jahr kandidiert hatte, bestimmten die Mitglieder Gerhard Hofsäß. (ann)

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