Neustadt „Ehrenamt ist aller Ehren wert“

91-94661387.jpg

Der Valentinstag bedeutet für die Stadt Deidesheim die Erinnerung an die Verleihung der Stadtrechte am 14. Februar 1395 durch König Wenzel von Böhmen auf der Prager Burg. Dieses Datum ist gleichzeitig ein Anlass, den Ehrenamtlichen der Stadt ein Dankeschön auszusprechen.

Bürgermeister Manfred Dörr hat an diesem Abend ins historische Rathaus geladen, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer zu würdigen. In weltweit stürmischen Zeiten sei es wichtig, die anstehenden Probleme mit Engagement und Leidenschaft anzugehen, um zu einem funktionierenden Gemeinwesen beizutragen. In der Stadt gebe es viele Projekte wie die Schlossgrabenmauer oder die Sanierung der Bahnbrücke in der Niederkirchener Straße, die dank der freiwilligen Helfer vorangehen. Dörr hofft auf eine Bürgerinitiative, die den Schlossgarten nach Vorbild der Anfänge in den 1970er Jahren herrichtet. Die finanziellen Herausforderungen seien enorm, für die Stadthalle, Kindergärten, das Schwimmbad, die Sporthalle, den Friedhof und vieles mehr. Auch die Außenfassade des historischen Rathauses solle wieder in Ordnung gebracht werden, meinte Dörr. Deshalb brauche die Stadt ehrenamtliche Unterstützer. Eigens geehrt wurde Theresa Ott aus Unterfranken, die sich seit drei Jahren für das Thema Barrierefreiheit und Tourismus am Ort stark gemacht hat. Eine besondere Ehrungen ging posthum an den kürzlich verstorbenen Werner Leim, der 32 Jahre Mitglied im Stadtrat und fünf Jahre Verbandsgemeinderatsmitglied war. Leim habe auch das Museum für Weinkultur mit aufgebaut. Sein Bruder Willi Leim nahm stellvertretend die Goldene Ehrenplakette in Empfang. Viele zu Ehrende seien wegen der Grippewelle ausgefallen, wie Fritz Schumann oder Markus Badura. Auch die Weinprinzessin der Verbandsgemeinde, Alisa I., konnte nicht erscheinen. Die Pfälzische Weinprinzessin Katharina bekam eine Krone als Dekorationsstück. Weitere Ehrungen gingen an Hanno Ramstetter, dem neuen Vorsitzenden des Museums für Weinkultur, Bürgermeister-Amtsvorgänger Stefan Gillich, und Franz Weber vom Freiwilligentrupp. Verbandsgemeindebürgermeister Peter Lubenau würdigte das Ehrenamt als „aller Ehren wert“, was heute nicht mehr selbstverständlich sei. Dörr dankte ganz besonders seinen Beigeordneten und dem Stadtrat, allen Vereinen und dem Engagement der Feuerwehr. „Bürger aus der Mitte der Gesellschaft“ leisteten wertvolle Arbeit in Bereichen des kulturellen Lebens. Den Generationenwechsel in den Weingütern bezeichnete der Bürgermeister als positiv. Die Reihe der genannten Namen war lang, darunter die Jäger, die einen Beitrag für die Natur leisteten, der Rotary-Club, der Lions-Club, die Kirche, die Kolpingkapelle, der Generationentreff, die Sportvereine, den Pfälzerwald-Verein und viele mehr. All diese Menschen tragen Verantwortung für das Gemeinwesen, denn das „Ich zuerst“ berge die Gefahr der Vereinsamung. „Aufgaben haben wir genug“, findet Dörr. |piw

x