Neustadt Duttweiler plant 1150-Jahr-Feier

Vor allem mit Festen beschäftigten sich die Mitglieder des Duttweilerer Ortsbeirats in ihrer Sitzung am Dienstagabend. Lob gab es für die ehrenamtlichen Helfer, die auf dem Friedhof für Ordnung und Sauberkeit gesorgt haben.
Im kommenden Jahr wird in Duttweiler das 1150. Jubiläum des Ortes gefeiert. „Ein rundes Programm für das ganze Jahr“ sei in Planung, sagte Ortsvorsteher Gerhard Syring-Lingenfelder (FWG) am Dienstag. Dazu gehören unter anderem eine Dinner-Show, ein Grillfest, eine Weinprobe und eine Veranstaltung unter dem Motto „Fass uff de Gass“. Johannes Fuchs (FWG) regte an, in der Festhalle ein Rockkonzert anzubieten. Wie Syring-Lingenfelder berichtete, wird im Stadtarchiv eine Ausstellung über Duttweiler gezeigt, wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte. „Ein schönes, gemütliches Fest, sehr gute Stimmung, sehr viele und sehr angenehme Gäste“, so das Urteil der Mitglieder des Ortsbeirats über das Duttweilerer Weinfest. Viele der Ausschankstellen stellten keine Bierzeltgarnituren, sondern Stühle und Tische auf, das komme sehr gut an. „Die Besucher legen Wert auf Flair und Atmosphäre“, sagte Udo Scheid (FWG). Die Besucher seien im Durchschnitt etwas älter als früher, das wirke sich positiv auf das Fest aus, meinte Walter Scharfenberger (SPD). Bedauerlich sei, dass nur wenige Schausteller bereit seien zu kommen, deshalb sei das Angebot für Kinder bescheiden, so Beiratsmitglieder. „Es gibt nichts Schlimmeres als unzufriedene Kinder“, weiß Patrick Lagas (FWG). Kritik äußerte Syring-Lingenfelder daran, dass die Polizei „nicht mehr zur Kooperation und zum Dialog“ bereit sei. So sei die Polizei am Weinfest-Samstag aufgrund des Anrufs eines Bürgers in eine Ausschankstelle gekommen und habe gefordert, dass die Lautstärke reduziert werden müsse. Es habe jedoch eine Ausnahmegenehmigung vorgelegen, und die Lautstärke sei nicht gemessen worden. Bisher sei es üblich gewesen, dass sich die Polizei in solchen Fällen erst mit dem Ortsvorsteher in Verbindung setze. Verärgert zeigte sich Syring-Lingenfelder darüber, dass die Tourist, Kongress und Saalbau (TKS) GmbH im sozialen Netzwerk Facebook für die am gleichen Wochenende wie das Duttweilerer Weinfest stattfindende Deidesheimer Weinkerwe und die Stadtverwaltung für die Speyerer Kaisertafel geworben habe. Fünf Duttweilerer Winzer seien bereit, bei dem neuen „Winefestival“ beim Neustadter Winzerfest mitzumachen, berichtete Syring-Lingenfelder. Aufgrund der Kritik an dem Konzept sei für 5. Oktober eine Präsentation von Jungwinzern aus den Ortsteilen in das Programm aufgenommen worden. Das gesamte Konzept sei „saublöd“, sagte Lagas. „Außer Arbeitszeit haben wir nichts zu verlieren“, sagte Syring-Lingenfelder. Der Ortsvorsteher lobte die Ehrenamtlichen, die auf dem Friedhof unter anderem Schotter auf die Wege aufgebracht und das Kriegerdenkmal gereinigt haben. „Es war viel Arbeit“, berichtete Scheid, der bei den Arbeiten dabei war. Fuchs monierte, dass Jugendliche Scherben auf dem Grillplatz hinterließen und ihn als Toilette benutzten. Syring-Lingenfelder kündigte an, dass der Platz mit einer Kette abgesperrt werde. Außerdem solle ein Schild angebracht werden mit dem Hinweis, dass Benutzung nur nach Anmeldung erlaubt sei. Das sei bedauerlich, weil der Platz bei vorbeikommenden Radfahrern sehr beliebt sei. Auch auf dem Dorfplatz habe es Probleme mit Jugendlichen gegeben, so Syring-Lingenfelder. Das habe sich deutlich gebessert, seitdem er einen der Jugendlichen zum „Dorfplatz-Verantwortlichen“ ernannt habe. Wie berichtet, musste der Dorfwiesenweg nach dem Sturm am 10. August wegen herabstürzender Äste gesperrt werden. Laut Syring-Lingenfelder hat ein Autofahrer die Absperrung entfernt und damit sich und andere in Lebensgefahr gebracht. (ann)