HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist TSG Haßloch vor Derby mit Dansenberg

Erhält mehr Einsatzzeit in der Dritten Liga: TSG-Torhüter Loic Modzinski.
Erhält mehr Einsatzzeit in der Dritten Liga: TSG-Torhüter Loic Modzinski.

Die TSG Haßloch ist die Mannschaft der Stunde in der Dritten Liga Südwest. Jetzt steht ein Derby an. Ein Eigengewächs freut sich besonders darauf.

Loic Modzinski fiebert der Partie der Bären gegen den TuS Dansenberg (Samstag, 19.30 Uhr, TSG Sportzentrum) entgegen. Der 24-Jährige ist aktuell neben Nils Knöringer das einzige Eigengewächs der TSG, das sich im Drittliga-Kader etabliert hat. „Ein Derby ist immer etwas Besonderes“, sagt Modzinski. „Jetzt werden die Karten offengelegt“, sagt er zum nächsten Gegner, der nach dem Trainerwechsel von Marco Sliwa auf Frank Müller noch etwas hinter den Erwartungen hinterherhinkt. Nur ein Sieg und drei Niederlagen stehen bisher für den Verein aus Kaiserslautern zu Buche. Kein Wunder, dass der Druck eindeutig beim Gegner liegt, der in der Tabelle nicht noch weiter nach unten rutschen will.

„Es wird definitiv kein einfaches Spiel“, sagt Modzinski und sieht besonders in den Rückraumakteuren Jan Clausen und Gunnar Dietrich sowie dem Ex-Haßlocher Sebastian Bösing diejenigen Akteure, die ein Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können. Zudem kehrt gegen die TSG Torben Waldgenbach in den Kader der Westpfälzer zurück, während Robin Egelhof und Mario Holstein weiterhin ausfallen. „Aber wir müssen uns keinesfalls verstecken, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff verbessern wir uns von Woche zu Woche. Deshalb gehen wir mit einem guten Gefühl in das Spiel, auch wenn es eine sehr schwere Aufgabe sein wird“, sagt der Torhüter.

Mitfiebern und helfen

Das sieht Thomas Müller, Sportlicher Leiter der TSG Haßloch, genauso: „Bei uns läuft es gerade gut. Wir haben ein Heimspiel, da wollen wir punkten und unseren Flow aus den vergangenen Wochen mitnehmen.“

Ob er als Jüngster des Torhütertrios mit Marco Bitz und Neuzugang Moritz Mangold diesmal wieder zum Einsatz kommen wird, darüber macht sich Modzinski keine Gedanken: „Wichtig ist, dass man auch auf der Bank dabei ist, mitfiebert und den Kollegen hilft.“ Er fühlt sich in der Mannschaft des Trainer-Duos Andreas Reckenthäler und Philipp Rogawski wohl.

Bereits in der fünften Saison nach dem Wechsel aus der A-Jugend, die er bei der TSG Friesenheim bestritt, trägt er das Bären-Trikot. Der Versicherungskaufmann pendelt allerdings jetzt nicht mehr zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft, sondern konzentriert sich nur noch auf das Drittliga-Team. „Meine Jahre davor waren aber sehr lehrreich. Ich konnte von den erfahrenen Torhütern sehr viel lernen“, sagt Modzinski. „Meine Geduld in den vergangenen Jahren hat sich gelohnt.“ Inzwischen erhalte er mehr Spielanteile und versuche, diese auch zu nutzen.

Kein Wechsel geplant

Dabei sieht er das Duell mit Bitz und Mangold keinesfalls als Konkurrenzkampf: „Wir sprechen uns da schon untereinander ab. Wir sind auch im Spiel ständig im Kontakt. Es kommt auch immer wieder auf Kleinigkeiten an. Wie kommt man beispielsweise ins Spiel?“

Loic Modzinski, der bei den Bären nach dem Umzug der Eltern aus Adenau in der Nähe des Nürburgrings mit dem Handball anfing, besitzt noch einen Vertrag bis zum Saisonende. Aber der 24-Jährige denkt nicht über einen Vereinswechsel nach. „Ich weiß, was ich bei der TSG habe. Es ist mein Verein, mit Herrn Müller bin ich immer schnell einig geworden. Da gab es nie große Diskussionen“, erzählt Modzinski.

Spaß mit Trainerduo

Auch die Zusammenarbeit mit Andreas Reckenthäler und Philipp Rogawski schätzt er besonders. Dass die beiden Trainer zum Ende der vergangenen Saison ihre Ämter ruhen ließen, fand er „sehr schade“. „Umso mehr haben wir uns gefreut, als sie ein paar Wochen später zugesagt haben“, sagt Modzinski. Mit dem Trainerteam habe sich seit Januar 2022 auch einiges geändert. „Die Art und Weise, wie sie Handball definieren, macht uns sehr viel Spaß, auch wenn die Vorbereitung diesmal richtig hart war.“

Ohne Fleiß keinen Preis, das ist das Credo von Cheftrainer Reckenthäler. „Wir sind nach dem guten Start keinesfalls euphorisch. Wir wissen, was Dansenberg kann. Sie haben gegen Gelnhausen, einen sehr starken Gegner, am Ende etwas unglücklich verloren“, warnt Reckenthäler seine Schützlinge. Dabei ist noch unklar, ob Lars Hannes, der diese Woche wegen einer Grippe nicht im Training stand, mitwirken kann. Ein kleines Fragezeichen gibt es aktuell hinter dem Einsatz von Torjäger Jan Triebskorn, dem eine Reizung am Knie plagt. „So wie wir Jan kennen, wird er wieder auf die Zähne beißen und der Mannschaft helfen wollen“, meint Modzinski. Immerhin winkt mit dem fünften Sieg in Folge und möglichen 10:0-Zählern ein Traumstart.

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