Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dritte Liga: Rückschlag für TSG Haßloch nach Hiobsbotschaften

Bester Torschütze: TSG-Spieler Niklas Glindemann.
Bester Torschütze: TSG-Spieler Niklas Glindemann.

Die TSG Haßloch muss im Abstiegskampf der Dritten Liga beim Tabellennachbarn einen herben Rückschlag hinnehmen, vermeldet aber einen Neuzugang.

Beim Tabellennachbarn SGHS Dragons in Halver im Sauerland unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Christian Job 29:35 (13:18). Vor den verbleibenden sechs Partien beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz fünf Punkte. Bitter ist das vor allem, weil Chancen auf einen doppelten Punktgewinn vorhanden waren. „Wir hatten auch in dieser Konstellation eine Chance“, sagte Cheftrainer Christian Job nach der Niederlage. Erfolgreichster Werfer war Niklas Glindemann mit sechs Toren.

Die Gäste waren personell dezimiert ins Sauerland gereist. Während Luis Maier (Knieprobleme) und Sebastian Wieland (berufliche Gründe) frühzeitig absagten, kam es am Tag der Abreise noch schlimmer: Sebastian Bösing meldete sich krank, Spielmacher Yannick Treiber klagte nach einer Nachtschicht über muskuläre Probleme mit ersten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls. Beim Aufwärmen vor der Partie bekam zudem Kreisläufer Noa Zeimet Kreislaufprobleme und konnte nicht eingesetzt werden.

Schnell klar hinten

Die Gäste aus der Vorderpfalz fanden entsprechend schwer ins Spiel und gerieten früh in Rückstand. Nach 15 Minuten lag Haßloch mit fünf Toren hinten. „In der Abwehr konnten wir nicht an die Leistung aus der Vorwoche anknüpfen, auch wenn wir im Angriff einige gute Sachen gemacht haben“, sagte Job. Vor mehr als 350 Zuschauern in der gegnerischen Halle wurden den Haßlochern in der ersten Hälfte schnell Grenzen aufgezeigt. Dennoch zeigte die Mannschaft Biss und Leidenschaft, kam in der zweiten Hälfte dank Jakob Chrust noch einmal auf 18:17 (35.) heran.

Die Hoffnung währte jedoch nur kurz: Nach dem 19:18 durch Niklas Glindemann (39.) zogen die Dragons mit drei Treffern der Jäger-Brüder Philipp und Maximilian auf 22:18 (41.) davon. Dann der nächste Schock: Jakob Chrust zog sich in einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch zu, ein gelernter Spielmacher stand damit nicht mehr zur Verfügung. „Da fehlten uns auch die Alternativen, da auch Florian Kern und Julius Herbert nach den Ausfällen ohnehin schon 60 Minuten durchspielen mussten“, so Job. In den letzten 15 Minuten setzten sich die Gastgeber deutlich ab.

Dämpfer im Abstiegskampf

Mit der erneuten Niederlage haben die Chancen der „Bären“ auf den Klassenverbleib einen Dämpfer erhalten. „Ich bin froh, dass wir die nächste Woche spielfrei haben. Gerade in der aktuellen personellen Situation kommt uns das entgegen“, sagte Job. Er will die Pause zugleich zur Weiterentwicklung der jungen Mannschaft nutzen.

Die „Bären“ haben den nächsten Neuzugang für die kommende Spielzeit verpflichtet: Von der TSG Groß-Bieberau kommt Florian König. Der 23 Jahre alte Rückraumspieler wurde bei der TSG Friesenheim ausgebildet, spielte für den TVG Großsachsen und wechselte anschließend nach Groß-Bieberau. König stammt aus Weisenheim am Sand.

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