Neustadt Drei Tage „Hambach live“

Viele, die vergangenen Mittwoch bei der RHEINPFALZ-Aktion „Redaktion vor Ort“ ans Alte Rathaus gekommen waren, wollen ab diesem Donnerstag auch bei „Hambach live“ an gleicher Stelle dabei sein. Gefragt sind Meinungen zur Entwicklung des Weindorfs – Bürgerbeteiligung nach dem Motto: „Kommen Sie vorbei und machen Sie mit!“
Drei Büros für Stadtplanung, Verkehr und Tourismus aus Aachen und Köln arbeiten seit vergangenem Jahr an einem sogenannten Integrierten Entwicklungskonzept. Möglich wurde das wegen der Nachbarschaft zum Hambacher Schloss. Von dessen Attraktivität für Besucher von außerhalb soll Hambach stärker profitieren – und das Schloss, besser gesagt die damit verbundenen Auswirkungen, wieder auf mehr Akzeptanz im Ort stoßen. Klar ist: Die Topographie kann nicht verändert werden. Irgendwie müssen die Gäste hoch und wieder herunter. Aber dieses Irgendwie kann besser laufen als bisher, sind sich Planer und Politik einig. Zur Politik gehört neben Stadt und Hambach das rheinland-pfälzische Innenministerium. Dessen Chef Roger Lewentz hatte im September 2017 einen Förderbescheid nach Hambach gebracht: Rund 150.000 Euro kostet das Konzept, 90 Prozent dieser Kosten übernimmt das Land. Verbunden mit der Zusage, dass dann, wenn es ums Umsetzen geht, auch Fördertöpfe geprüft werden sollen. Noch 2017 wurde die Verkehrsbelastung im Ort unter die Lupe genommen und auch, wie sich Hambach ansonsten so präsentiert, Stichwort Ortseingänge oder Öffnungszeiten der Gastronomie. Zudem wurden Schlossbesucher befragt, auch dazu, ob sie sich danach noch Hambach ansehen wollen. Das ernüchternde, aber nicht überraschende Fazit der Planer: „Der hohe Handlungsbedarf hat sich bestätigt.“ Seither wurden noch gezielt Interviews mit Hambacher Akteuren, Beispiel Gastronomen, geführt, jetzt geht es um die Meinung der Bürger. Nach der Sommerpause soll das Konzept stehen. Was sich die Hambacher so vorstellen und ob es das ist, was in ein solches Konzept passt, muss sich nun also zeigen. Eine Sorge wurde indes schon bei der „Redaktion vor Ort“ deutlich: Dass zwar viele Worte gemacht werden, aber letztlich nichts passiert. Auch darüber dürfte ab Donnerstag zu reden sein.