Neustadt Drei Stellen für die Bildung

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Die Freien Wähler fordern eine bessere Vernetzung der Bildungseinrichtungen in Neustadt. Um das zu erreichen, soll sich die Stadt für ein Förderprogramm des Bundes bewerben.

„Es geht um eine Zusammenarbeit aller, von der Kita über die Schulen bis zum Weincampus oder der Volkshochschule“, erklärt der Volkshochschuldezernent Georg Krist, der die Bewerbung für das Bundesprogramm „Bildung integriert“ bereits vorsorglich abgegeben hat. Schulträger- und Volkshochschulausschuss haben jeweils auf Antrag der FWG zugestimmt. Die Bewerbung kommt allerdings nur zum Tragen, wenn der Stadtrat im Januar zustimmt. Die Teilnahme an dem Projekt kostet 174.000 Euro im Jahr. Von dem Geld sollen unter anderem zwei Sozialwissenschaftler und eine Verwaltungskraft bezahlt werden. Der Bund würde über drei Jahre einen Zuschuss von 60.000 Euro im Jahr leisten – bliebe also ein städtischer Eigenanteil von 115.000 Euro. Es käme zu einer Zusammenarbeit mit der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz-Saarland in Trier. Von dieser Agentur, die ebenfalls über Bundesmittel getragen wird, hatte sich die Stadt im Vorfeld der Ausschreibung für den neuen Schulentwicklungsplan beraten lassen. „Es geht darum, ein umfassendes Konzept für Bildung in Neustadt zu erarbeiten“, erklärt Margarete Hoffmann, die FWG-Bildungssprecherin. Der Ansatz sei viel umfassender ausgelegt als beim Schulentwicklungsplan, der nur ein Baustein sein könne. Hoffmann formuliert Fragen, die das Projekt beantworten soll: „Wie führen wir die Sprachförderung von der Kita in die Grundschulen über? Wo bilden wir Flüchtlinge aus, auch die über 18-Jährigen, die keiner Schulpflicht unterliegen?“ Krist erhebt keinen Anspruch, das Projekt in seiner Abteilung zu übernehmen: „Ich mache das gerne und sehe auch in der Schulabteilung keine Kapazitäten. Es ist mir aber egal, Hauptsache, wir machen überhaupt mit.“ Betroffen sind die Dezernate von Schuldezernentin Waltraud Blarr (Grüne) und Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer (CDU). Schuldezernentin Waltraud Blarr spricht von einem „charmanten Vorschlag, der eine Prüfung verdient“. Da das Programm seit 2014 laufe, sollte die Stadt aber erst bei Kommunen, die bereits Erfahrungen gemacht hätten, nachfragen. „Wir brauchen am Ende einen Mehrwert, schließlich kostet uns das ja auch Geld“, sagt die Beigeordnete. Außerdem sei es immer schwierig, befristet für drei Jahren Personal einzustellen: „Das ist ein Kostenfaktor, der Eigenanteil ist nicht gering, und wenn wir die Leute nach drei Jahren wieder auf die Straße setzen müssen, ist das auch schwierig.“ Blarr ist wie Krist der Meinung, dass es in ihrem Dezernat keine Kapazitäten für das Projekt gibt. (wkr)

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