Neustadt Donald Trump hat Anhänger in Neustadt

Die US-Amerikaner wählen heute den Nachfolger von Barack Obama. Wegen des Zeitunterschieds zwischen den USA und Deutschland werden die Ergebnisse in Europa am Mittwochmorgen erwartet. Eine RHEINPFALZ-Umfrage gestern in der Fußgängerzone sah Hillary Clinton hauchdünn vor Donald Trump.
Wer letztlich von beiden gewinne, könne man nicht vorhersagen, meint Uwe Prokopp. Der 55-jährige Neustadter, von Beruf Jurist und Kaufmann, hat sich gut über die Wahl informiert: „Ich weiß so ziemlich alles, was man dazu wissen muss. Beide Kandidaten sind eigentlich gleich schlimm. Dennoch bevorzuge ich Trump. In Familie Clinton habe ich kein Vertrauen, seit Präsident Bill Clinton Atombomben anschaffte. Seine Frau Hillary hat damals ja dazu gesagt, und sie hatte schon damals die Hosen an.“ Auch Mairusz Szeles schließt sich dieser Meinung an. Der 41-jährige Taxifahrer spricht sich für Trump aus: „Ich denke, er ist unabhängiger, es wäre besser, wenn ein Mann von außerhalb der Politikszene regiert.“ Dennoch sieht Szeles Hillary Clinton leicht vorne. „Die Entscheidung steht wirklich auf der Kippe“, so Szeles. Die 25-jährige Lisa Maurer setzt dagegen voll auf Clinton. „Trump ist viel unsympathischer“, betont sie. Doch sie lässt sich nicht in die allgemeine Wahlhysterie mitreißen. „Nein, ich werde mir von Dienstag auf Mittwoch darüber keine schlaflose Nacht machen“, sagt sie. Hacer Kandemir blickt positiv auf Trump und erwartet auch, dass er Präsident wird. „Clinton hat einige fragwürdige Aussagen zum Krieg in Syrien getroffen, es sieht so aus, als ob sie die Angriffe verschärfen wird“, sagt Kandemir. Die 29-Jährige wird den Ausgang der Wahl gespannt verfolgen. Auf ihrem Handy hat sie eine Nachrichten-App installiert, die ihr in der Nacht die neusten Hochrechnungen präsentieren wird. Die beiden Schwestern Bianca Jacob und Carmen Felsner hoffen dagegen, dass Hillary Clinton siegt. Dabei geht es ihnen nicht darum, dass sie damit die erste Frau im Präsidentenamt wäre, sondern sie sehen Clinton als seriöser an. „Trump geht gar nicht. Über ihn gibt es sehr viele negative Informationen“, betont die 43-jährige Bianca Jacob. „Eigentlich sind beide nicht ganz geeignet. Clinton ist einfach das kleinere Übel. Trump ist frauenfeindlich und rassistisch und wäre ein schlechtes Vorbild für die Jugend“, meint die 50-jährige Carmen Felsner. So sind beide Schwestern in ihrem Tipp auf ihre Wunschpräsidentin festgelegt und sehen Clinton knapp vorne. Hans Schönig tippt und hofft auf Clinton. Der 61-jährige Neustadter sagt: „Ich hoffe wirklich, dass die Menschheit nicht untergeht. Die Amerikaner haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Trump ist doch komplett unwählbar, so wie er seine eigenen Wähler und besonders die Frauen heruntermacht. “ / |kle