Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel DLRG Neustadt bietet im Clubheim Coronaschnelltests an

Inzwischen weist die DLRG mit großen Werbebannern auf die Teststation in ihrem Clubheim (im Hintergrund) hin.
Inzwischen weist die DLRG mit großen Werbebannern auf die Teststation in ihrem Clubheim (im Hintergrund) hin.

Wer im Stadionbad schwimmen möchte und noch nicht seine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten hat, muss sich zuvor testen lassen. Das nächstgelegene Testcenter ist das der DLRG Neustadt. Seit Anfang Dezember ist es im Clubheim der DLRG-Ortsgruppe neben dem Schwimmbad geöffnet. Ursprünglich war das Testangebot für die vereinseigenen Schwimmsportler gedacht. Schwimmbadbesucher, Anwohner aus der Nachbarschaft sowie Menschen von anderswo sind aber ebenfalls willkommen.

Insgesamt 39 Mitglieder der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) engagieren sich hier ehrenamtlich, erzählt Metin Tas, Technischer Leiter der Ortsgruppe. Pro Schicht sind zwischen drei und sieben Helfer im zum Testzentrum umfunktionierten Vereinsheim im Einsatz. „Wir hatten uns gefragt, wie können wir unseren Trainingsbetrieb absichern?“, erzählt Tas. „Und wenn wir hier für unsere Mitglieder schon Tests anbieten, dann können wir das auch für andere Bürger machen“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Dick. Die Neustadter Ortsgruppe wirkt schon seit Februar aktiv im Testzentrum der DLRG Landau mit. „Wir verfügen über Mitglieder, die Schnelltests mit dem tiefen Nasen-Rachen-Abstrich durchführen dürfen“, informiert die Ortsgruppe auf ihrer Internetseite. Wer sich testen lassen wolle, brauche keinen Termin, betonen Tas und Dick. Die Wartezeiten seien in der Regel kurz.

Die DLRG-Mitglieder nehmen einen tiefen Nasenabstrich. „Die Fehlerquote ist dabei deutlich geringer“, erklärt Tas den Unterschied zum Abstrich im vorderen Nasenbereich. Sei jemand tatsächlich positiv, dauere es ein paar Tage, „bis die Antikörper vorne in der Nase sind“, sagt Tas.

Testergebnis über QR-Code abrufen

An manchen Tagen hätten sie 80 bis 90 Abstriche gemacht, an anderen nur 20. „Es kommt darauf an, wann wir Training haben und wie viel im Stadionbad los ist“, sagt Dick. Und manchmal sind es gar keine Schwimmer, die einen Abstrich brauchen. Diesmal meldet sich eine Familie aus der Sauterstraße an. „Wir wollen mal essen gehen“, erzählen sie. „Und unsere Termine für die Boosterimpfung haben wir erst für Januar erhalten.“ Sie kommen sofort dran. Die Anmeldung erfolgt draußen an einem geöffneten Fenster: Sie zeigen ihre Ausweise vor, bekommen einen QR-Code ausgedruckt, über den sie später ihr Testergebnis abrufen können. Immer nur einer kann ins DLRG-Clubheim zum Testen hineingehen. „Wir können das Testergebnis auch in Papierform ausdrucken“, sagt Thomas Dick. Sogar in Englisch, falls dies jemand für einen Auslandsaufenthalt brauche.

Im Moment arbeiten die DLRG-Mitglieder noch daran, mehr auf sich aufmerksam zu machen. Inzwischen hängen am Stadionbad-Parkplatz große rote Plakate, die auf die Testmöglichkeiten hinweisen. „Es kriegen aber immer mehr Leute mit – über Mund-zu-Mund-Propaganda“, freut sich Metin Tas.

Übrigens: Seit die DLRG am Stadionbad ein offizielles Testzentrum unterhält, ist dort noch niemand positiv getestet worden. Für den Ernstfall sind die Lebensretter aber gewappnet. „Dann wird sofort alles desinfiziert, muss der Tester sofort seinen Schutzanzug und die Handschuhe wechseln“, erklärt Tas.

Termine

  • 31. Dezember, 1. und 2. Januar geschlossen;
  • ab 3. Januar: montags 11.30 bis 13 Uhr sowie 16 bis 17.45 Uhr; dienstags bis donnerstags 16 bis 18.45 Uhr; freitags 15.30 bis 18.45 Uhr; samstags 15.30 bis 18 Uhr; sonntags 10 bis 12 Uhr.

Ein Anwohner aus der Sauterstraße lässt sich im DLRG-Vereinsheim testen.
Ein Anwohner aus der Sauterstraße lässt sich im DLRG-Vereinsheim testen.
x