Neustadt Direkt gefragt: „Ich war der lachende Dritte“

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Hassloch. Der Kapitän höchstselbst hat es gerichtet: Mit seinem Treffer in der 17. Spielminute schoss Andreas Ackermann den 1. FC 08 Haßloch am Sonntag zum 1:0-Sieg im Derby der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz gegen den VfB Haßloch. Andreas Böhm sprach mit dem 31-jährigen Verteidiger.

Herr Ackermann, schmeckt der Derby-Sieg besonders süß?

Na ja, in unserer Situation war er zumindest sehr wichtig, und dann auch noch gegen den VfB – ja, das ist dann schon etwas Besonderes. Sie haben das Siegtor erzielt. Wie kam es zustande? Von rechts kam ein Freistoß, ein Abwehrspieler und der Torwart haben sich behindert, ich stand direkt hintendran und musste den Ball nur noch reinschieben. Ich war der lachende Dritte. Der FC 08 belegt mit 34 Punkten Platz zwölf, wahrscheinlich kommen drei Zähler am grünen Tisch hinzu. War Abstiegskampf innerhalb der Mannschaft überhaupt ein Thema? Natürlich. Wir hatten eine Durststrecke, haben viele Spiele auch unglücklich verloren, zum Beispiel das gegen den FSV Schifferstadt, wo wir mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Und dann rutscht man relativ schnell unten rein. Klar, wenn wir die drei Punkte aus dem Phönix-Spiel bekommen, dürfte nicht mehr viel passieren. Trotz allem geht es darum, die Saison gut zu Ende zu bringen und noch ein paar Siege einzufahren. Sind Sie mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden? Wir haben sehr viele junge Spieler, die lernwillig sind, die viel Potenzial haben, das aber nur teilweise abgerufen wird, taktisch zum Beispiel. Das braucht alles seine Zeit. Manch einer im Verein scheint nicht so zufrieden zu sein ... Ja, aber das ist doch in jedem Verein so, wenn’s mal ein bisschen schlechter läuft. Nennen Sie mir einen Verein, bei dem das anders ist. Jugend braucht Hilfe von Routiniers wie Ihnen. Bleiben Sie über das Saisonende hinaus an Bord? Nein, ich werde die Fußballschuhe komplett an den Nagel hängen. Da ist die Familie, der Beruf, das kann man irgendwann nicht mehr miteinander vereinen. Da sind die Kinder, die am Wochenende vernachlässigt werden – das muss irgendwann nicht mehr sein. (aboe/Foto: Linzmeier-Mehn)

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