Neustadt Dinex will Werk schließen

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Die Produktion des Automobilzulieferers wird nach Angaben von Rasmussen nach Lettland verlegt. In Deutschland werde die Dinex Group zukünftig nur noch in Kalbach, Kreuztal und Bindlach tätig sein. Dort werde man sich auf Verkauf, Entwicklung und Projektmanagement konzentrieren. Betroffen von der geplanten Betriebsschließung in Haßloch sind 76 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung. Die Schließung des Werks solle dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des 1982 in Dänemark gegründeten international tätigen Konzerns zu stärken und seine führende Position bei der Herstellung von Teilen für Abgas- und Emissionssystem für Lkw, Busse, Kleintransporter und industrielle Maschinen zu halten, so Rasmussen. Die derzeitige Konzernstruktur sei nicht kosteneffektiv und behindere die angestrebte Weiterentwicklung des Konzerns. Die Schließung des Haßlocher Werks ist nach Angaben von Rasmussen ein Teil der geplanten Optimierung der Struktur des Konzerns. Derzeit verkaufe die Dinex Group 85 Prozent ihrer Produkte in Europa und 15 Prozent in Amerika und Asien. Die Entwicklung gehe jedoch dahin, dass nur noch etwa die Hälfte der Produkte in Europa und je 25 Prozent in Amerika und Asien ihre Abnehmer finden. Dinex habe derzeit eine Vielzahl von Standorten in Europa und damit einhergehend eine komplexe Produktions- und Vertriebsstruktur. Das behindere eine internationale Weiterentwicklung. Eine Konzentration sei auch deshalb notwendig, um die Auslastung der einzelnen Standorte in Europa zu gewährleisten. Das Haßlocher Werk sei derzeit der kleinste Produktions-Standort von Dinex in Europa. Deshalb habe sich die Konzernleitung entschlossen, im Zuge der Weiterentwicklung des Unternehmens dieses Werk zu schließen, teilt Rasmussen mit. Die Dinex A/S hatte 2004 das seit 1962 bestehende Haßlocher Traditionsunternehmen Hildebrand Metallprodukte GmbH übernommen, das 1996 den Neubau im Industriegebiet Süd bezogen hatte. Bei der Entscheidung, den Standort zu schließen, habe man durchaus „gemischte Gefühle“, versichert Rasmussen. Denn viele „gute und loyale Mitarbeiter“ hätten sich in den vergangenen Jahren für die Entwicklung des Unternehmens eingesetzt. „Aber wir brauchen eine strukturelle Veränderung, um eine langfristige Entwicklung und globale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, so Rasmussen. Nach Angaben von Rasmussen wurden Verhandlungen mit dem Betriebsrat des Haßlocher Werks aufgenommen, bisher gebe es jedoch noch keine Vereinbarungen. Man sei aber bestrebt, eine Vereinbarung zu treffen, die sowohl den Interessen des Unternehmens als auch denen der Mitarbeiter gerecht werde. „Für uns ist es sehr wichtig, eine gute Grundlage dafür zu schaffen, dass unsere Mitarbeiter einen neuen Job finden“, so Rasmussen. „Wir haben dort mehrere Baustellen“, sagt dagegen Eri Feuerbach, zuständige Betriebsbeauftragte der IG Metall Neustadt. Der Betriebsrat habe beim Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung gegen die beabsichtigte Betriebsschließung beantragt. Die Unternehmensleitung beginne bereits mit dem Abbau der Produktion, ohne dass es eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat gebe. Nach Angaben von Feuerbach besteht seit längerem eine Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat, die beinhalte, dass der Standort Haßloch mindestens bis Ende 2018 erhalten bleiben müsse. Allerdings seien wohl einige Formulierungen in dieser Betriebsvereinbarung „etwas vage“, bedauert Feuerbach. Nach ihren Angaben hat sich die Unternehmensleitung bei einer Betriebsversammlung geweigert, die Beschäftigten über die beabsichtigte Schließung zu informieren. (ann)

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